Donnerstag, 16. Juli 2020
Montag, 29. Juni 2020
Support Small business 3: Feige von Harry Lehmann Parfum Individual oder....
...nach dem Rendevous mit Lord X
Billy Wilder, einer meiner
Lieblingsregisseure, wäre dieser Tage 114 Jahre geworden. Seine Filme begleiten
mich seit frühester Jugend. Begonnen hatte alles mit „1,2,3“ und „Manche mögens
heiß“ in meinem Elternhaus. Mit „Irma la douce“ verbinde ich vor allem die
Treffen mit meiner gleichaltrigen Kusine bei unserer Großmutter in Nordrhein-Westfalen. Obgleich das Kusinchen und ich unterschiedlich
nicht sein konnten bzw. könnten, verstanden wir uns sehr gut und schauten bei
jedem dieser Treffen mindestens einmal Wilders „Irma la douce“ während unsere
Großmama ihren Mittagsschlaf hielt.
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| Credit* |
Mittwoch, 6. Mai 2020
Mandorlo di Sicilia - bitte ohne Vino Santo
Cantuccini
sind ein lustiges Gebäck aus Norditalien, das ich zum ersten Mal von meiner
verflossenen Schwiegermutter kredenzt bekam. Herzhaft biss ich in das kleine
krosse Etwas, was ich sogleich bereute, da das Ding mehr als kross, nämlich
steinhart und äußerst staubig schmeckte. Glücklicherweise verfüge ich über
starke und feste Beißerchen, sonst hätte mich das Abenteuer glatt auf die Liege
von Dr. S., meiner Wiener Zahnärztin, katapultiert.
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| Bildrechte Utopia.de bzw. Foto: CC0 / Pixabay / LoboStudioHamburg |
Lernfähig wie ich zuweilen
bin, habe ich schnell verstanden, dass man Cantuccini entweder vornehm kabbert
oder sie mit Café oder einem Glas Vin Santo genießt. Letzteres ist selbst mir Süßnase zu viel des Guten
und so habe ich auch bei meinen späteren Aufenthalten in Norditalien stets den
Café, am liebsten starken, schwarzen Espresso bevorzugt. Der Espresso ist auf
diese Weise übrigens nach und nach Bestandteil meines Lebens geworden, pur
schwarz, stark, ohne Gedöns wie Milch oder Zucker.
Montag, 27. April 2020
Support Small business 2: Lindenblüte von Harry Lehmann Parfum Individual
Eine Ablenkung vom wahren Leben, eine Flucht aus der
Realität, das ist es, was sich Verleger Ernst Rowohlt von Schriftsteller Kurt
Tucholsky in einem fiktiven Briefwechsel für seine Leser wünschte. Tucholsky
erfüllte den Wunsch des Verlegers nach “einen leichten, sommerlichen Roman,
vielleicht einer Liebesgeschichte” und schreibt einen seiner grössten
Publikumserfolge: “Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte”*. Als Zaungäste
reisen wir mit Ich-Erzähler Peter, genannt Daddy und seiner Freundin Lydia, genannt
Prinzessin, nach Südschweden. Die unbeschwerte Sommerfrische gespickt mit
Neckereien – teilweise auf Missingsch** - wird durch interessante Besucher, nämlich
Freund Karlchen und die erotisch anziehende Freundin Billie bereichert. Einen Riss bekommt die heitere Idylle als das
Paar der kleinen Ada begegnet, die in einem nahe liegenden Kinderheim lebt und
sich den Repressalien der Heimleiterin ausgesetzt sieht. Lydia und Peter nehmen
sich des Kindes an und organisieren, dass es zu seiner (bisher ahnungslosen)
Mutter in die Schweiz zurück kehren kann.
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| Credit: Kangourette |
Kaum ein Duft verkörpert das entspannte Nichtstun in
“Schloss Gripsholm” für mich so sehr wie “Lindenblüte” von Harry Lehmann. Die
(vermeintliche) Einfachheit dieses Duftes gepaart mit der Ästhetik und Stimmung
der Weimarer Zeit, die selbst in der lockeren und sommerlichen Atmosphäre von
Tucholskys Erzählung mitschwingt, bilden für mich eine stimmige Einheit. Dass
sowohl die Marke Harry Lehmann als auch die beiden Hauptfiguren Peter und Lydia
aus Berlin stammen (Lydia ursprünglich aus Rostock, wie wir schnell erfahren - Stichwort
“Missingsch”), wo zudem die legendäre Straße “Unter den Linden” beheimatet ist,
mag diese Assoziationskette bei mir verstärken.
Über Harry Lehmann
Harry Lehmann, Parfum nach Gewicht wurde 1926 in Berlin gegründet. Lehmanns Anliegen in den 1920er Jahren war es “auf Luxusverpackung und Werbung” zu verzichten, damit die Düfte “auch in der damaligen schwierigen Zeit erschwinglich blieben”. Diesem Konzept ist man bis heute treu geblieben. Aktuell ist das Geschaeft von Harry Lehmann in der Kantstraße 106, 10627 Berlin meines Wissens geschlossen, Bestellungen werde jedoch gerne per e-mail entgegen genommen. Weitere Informationen findet ihr unter www.Parfum-individual.de
Mittwoch, 22. April 2020
Support small business 1: Pai Skincare
Support local brands, bzw. small business - zu
Deutsch: kleine Unternehmen und Erzeuger unterstützen ist ein Gebot, das mir in
der Corona Krise mehr denn je bewusst geworden ist. Sicher könnte man bequem Produkte bei grossen
Online-Anbietern wie Amazon ordern, doch zahlt dieser keine Steuern hier im
Land, was unter anderem bedeutet, dass Leute wie Amazon-Besitzer Herr Bezos
keinen einzigen Penny für das Krankenhausbett, in dem seine Mitarbeiter landen
könnten, zahlt. Hinzu kommt wie mehrfach publik wurde, dass in den Lagern von
Amazon nicht ausreichend auf angemessenen Schutz vor Corona geachtet wird.* Der
Mensch als Ware, die bei mangelnder Funktionalität ausgetauscht wird – das möchte
ich nicht unterstützen.
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| Credit: Kangourette |
Ich fange mit (m)einer Basiswaffe in Sachen Pflege aus
dem Bereich der Naturkosmetik an, dem Rosehip BioRegenerate Oil der britischen
Marke Pai Skincare. Das Öl wird - wie ich finde zurecht - von Fans als Kultprodukt
gehypt. Schon seit mehr als vier Jahren ist es Dauergast in meinem Bad und ich
kann nicht mehr rekonstruieren, wie oft ich es inzwischen nachgekauft habe.
Donnerstag, 9. April 2020
Empfindsamkeit im Frühling
Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine.
Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther, Brief vom 10. Mai 1771.
Sonntag, 5. April 2020
Durch die (Klo-)Rolle betrachtet: Olympea Intense
Wenn uns
die Corona-Krise eines beschert hat, dann unzählige Witze über Hamster und
Klopapierkäufe. “Bleib zu Hause, rette Leben” und “flatten the curve”, die Mottos der Stunde haben das gesamte gesellschaftliche Leben lahm gelegt. Kaum eine/r erlebt dies nicht als Grenzerfahrung - allein mit sich selbst –
oder mit Kind und Kegel in den eigenen vier Wänden, wo nebst homeoffice auch
Schulbildung und jegliches Socializing abzulaufen hat.
| Credit: Kangourette |
Nachdem alle brav gelernt haben, wie man sich ordentlich die Hände wäscht – ich hatte ja schon immer die Befürchtung, dass das Vielen nicht ganz geläufig ist - wurden Keller ausgemistet, Serien im Akkord geschaut, Fenster geputzt und erste Versuche in Balkonkonzerten gestartet. Außerdem bezeugt der knallvolle Glascontainer wenige Schritte von unserem Haus entfernt, dass man in der Nachbarschaft Wein und Sekt offenbar gerne und großzügig zuspricht. So weit so gut, aber die Auseinandersetzung mit dem, was sich ”da draußen” tut, bleibt unangenehm, ist dramatisch. Es ist wie ein Dialog im Dunkeln, bei dem man das Gegenüber schmenhaft erahnt, aber nicht vollständig sieht.
Ich ertappe mich derzeit dabei, dass ich an Tagen, an denen ich Parfum auflege besonders gerne zu schmeichelnden, warmen Düften greife. Orientalische oder Gourmand-Noten verleihen wahrscheinlich zusätzlich Geborgenheit in einer Zeit, die ich manchmal als schwer erfassbar empfinde.
Freitag, 28. Februar 2020
Abendsegen in der Hosenrolle: Ereve
Willkommen im Jahr 2020 liebe Kangouretten! Nach einem erschreckend
milden Januar befinden wir uns nun in einem frühlingshaften Februar mit
Vogelgezwitscher und zaghaft aber wahrnehmbar blühenden Blumen in Gärten und
Parks. Wo normalerweise trübes Wetter und Schneematsch vorherrschten, bemerken
wir nahezu an allen Ecken, dass wir uns dank Klimawandel seit Wochen auf der
Zielgeraden in den Frühling befinden. So schön es jetzt ist, so sehr können wir
damit rechnen, dass uns erneut ein extremer Sommer bevorsteht, der nicht nur
die Natur und Tierwelt, sondern auch
Leben und Gesundheit vieler Menschen negativ beeinflussen wird….
| Credit: Kangourette |
Aber widmen wir uns nun wieder einem der Lieblingsthemen dieses Blogs:
Den Düften! Gerade in der diesjährig (verfrühten) Übergangsjahreszeit - gepaart
mit dem Todestag meiner Grossmutter - trage ich besonders gerne das
melancholisch schöne Ereve der russischen Duftmarke Myropol. Ereve bedeutet Abend
und in Gedenken an meine Oma, die als junge Frau Ballet-Tänzerin war, bringt
mir Ereve den bittersüssen „Abendsegen“ aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel
und Gretel in Erinnerung.
Freitag, 22. November 2019
November-Zen
Der November hat uns voll im Griff, ein Tag übertrifft den anderen an nassem Dunkelgrau und Kälte. Immer wenn ich denke, schlimmer gehts nimmer, kommt der nächste Tag und legt noch eine Schippe drauf. Sonnige oder einfach nur helle Momente sind die absolute Ausnahme.
Doch auch das Nebelgrau hat Schönheit. Wir kommen zur Ruhe, sind mehr (dr)innen als (dr)aussen, wir ziehen uns zurück, schlafen mehr (wenn es die Alltagsumstände zulassen), sind inaktiver, vielleicht auch nachdenklicher, besinnlicher. Im Dezember wird es bekanntlich ja häufig eher weniger besinnlich, wenn wir alle panisch auf Weihnachten zustürzen und der Freizeitstress mit Weihnachtsmärkten, Adventskaffees, Weihnachtsfeiern und Geschenkeshopping uns wieder voll fordert.
Warum also nicht den November als willkommene, kleine Verschnaufpause ansehen?
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| Credit: Louise |
Doch auch das Nebelgrau hat Schönheit. Wir kommen zur Ruhe, sind mehr (dr)innen als (dr)aussen, wir ziehen uns zurück, schlafen mehr (wenn es die Alltagsumstände zulassen), sind inaktiver, vielleicht auch nachdenklicher, besinnlicher. Im Dezember wird es bekanntlich ja häufig eher weniger besinnlich, wenn wir alle panisch auf Weihnachten zustürzen und der Freizeitstress mit Weihnachtsmärkten, Adventskaffees, Weihnachtsfeiern und Geschenkeshopping uns wieder voll fordert.
Warum also nicht den November als willkommene, kleine Verschnaufpause ansehen?
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise |
Samstag, 16. November 2019
Pariser Lippen
Der (MakeUp)Style der Pariserinnen füllt die Spalten unzähliger Editorials und Videos der YouTube-Kanäle, sogar Bücher gibt es schon darüber, denn die sprichwörtliche Lässigkeit und Coolness der Pariserin ist Beautyvorbild für sehr viele Frauen.
Ein unverzichtbarer Bestandteil des klassischen Pariser Looks ist der knallrote Lippenstift. Reduziertes Augenmakeup, wenn überhaupt eines, dazu ein eher natürlicher Teint, aber auf jeden Fall: rote Lippen. Was für uns eher etwas "für abends" und "zum Ausgehen" angesehen wird, trägt die Pariserin ganz selbstverständlich im Alltag.
Ein unverzichtbarer Bestandteil des klassischen Pariser Looks ist der knallrote Lippenstift. Reduziertes Augenmakeup, wenn überhaupt eines, dazu ein eher natürlicher Teint, aber auf jeden Fall: rote Lippen. Was für uns eher etwas "für abends" und "zum Ausgehen" angesehen wird, trägt die Pariserin ganz selbstverständlich im Alltag.
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise / Bluse: C&A, Kette: gesehen bei Budnikowsky |
Freitag, 8. November 2019
Mit sich selbst verpartnert: Chatelaine von Harry Lehmann
Emma Watson wird dieser Tage dafür gefeiert, dass sie
unlängst verkündete, mit sich selbst verpartnert* zu sein, was eine durchaus elegante
Beschreibung ihres Singlestatus darstellt. Ich mag Emma Watson und Genderfragen
und -themen sind mir nicht grundsätzlich gleichgültig, habe ich doch meinen
Filius einst sogar in einen gendersensiblen Kindergarten geschickt (sollte er
später ein Macho werden, ist es also wirklich nicht meine Schuld). Ob das Mit-sich-selbst-verpartnert-sein
wirklich so aufsehenerregend oder die Resonanz lediglich Emmas Bekanntheitsgrad
und ihrer Cleverness (bzw. der ihres PR-Teams) zu verdanken ist, sei dahin
gestellt.
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| Photograph by Dora Maar, 1936 via https://graymag.com/ |
Gerade Frauen ohne ein männliches (oder weibliches) Wesen an ihrer Seite – und hier kommt das Thema Gendersensibilität durchaus zum Tragen – werden oft abfällig als defizitär betitelt. Somit ist es aus meiner Sicht erfrischend, wenn gerade Frauen deutlich machen, dass auch ein Leben mit sich selbst erfüllend sein kann. Was ebenfalls eher im Zusammenhang mit alleinstehenden Menschen thematisiert wird, ist die Frage, wie selbstbewusst und ausgeglichen diese sind, dabei ist „(…) die Fähigkeit, allein zu sein, die Bedingung dafür, in der Lage zu sein, zu lieben.“(Erich Fromm)
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| Loretta Young,1934 via https://www.vintag.es/ |
Mittwoch, 10. Juli 2019
Sensible Schönheit
Nach längerer Abwesenheit - das Leben ist allzu turbulent zur Zeit - melde ich mich mit einer Duftvorstellung bei Euch zurück.
Passend zu meinem persönlichen Parfumbedürfnis momentan mag ich Euch den feinen, ruhigen Duft "Desert Gold" von Friedemodin vorstellen.
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| Credit: Louise |
Friedemodin ist ein kleines Nischenparfumlabel, gegründet in London von Nina Friede und Elisabeth Modin, das sich leicht konzeptionell bei seinen Düften vorstellt. Indes funktionieren ihre Düfte auch aus dem Kontext genommen ganz wunderbar und einzeln, jeder für sich erzählt eine Geschichte.
Assoziative Vorgaben in Werbetexten interessieren mich persönlich nicht, ich schnuppere und erfahre den Duft lieber selbst und weiss am liebsten gar nichts von ihm, bevor ich ihn teste. So war es auch bei Desert Gold, den ich in einer kleinen Parfümerie in Berlin-Mitte kennenlernte.
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise |
Donnerstag, 21. März 2019
Frühling
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| Credit: Louise |
Aus dem Steine dringt das Leben,
aus dem rissigen Gemäuer
Blume, Blatt und Baum.
Fruchtbar noch im Unfruchtbaren,
saugt das Leben,
stark und heiter,
gross und hell sich
mühelos ins Licht hinein.
- Carl Peter Fröhlich -
Ich wünsche Euch einen schwerelosen Frühlingsanfang!
Grüsslis, Eure Louise
Donnerstag, 14. Februar 2019
Picknick am Valentinstag
Noch einmal Kino - davon kann ich ja nie genug bekommen (ich sag´nur Berlinale, hach!). Der Valentinstag ist mir zwar herzlich egal, doch hat er mich vergangenes Jahr an einen Film erinnert, den ich lange nicht gesehen hatte: Picknick am Valentinstag (Originaltitel `Picnic at Hanging Rock´) von Peter Weir aus dem Jahr 1975. Noch immer erzeugt dieser Film trotz seiner Längen an manchen Stellen, ein eigenartiges Schaudern bei mir.
Vergangenes Jahr erschien übrigens eine Neuverfilmung des Stoffes in Serienform*, die meines Wissens bisher jedoch nur zahlungspflichtigen Streaming-Sendern zu sehen war. Für dieses Remake würde ich nicht extra zahlen, denn anders als in der Musikwelt, in der mich einige Coverversionen sehr begeistern, sind die Remakes erfolgreicher Filme, die ich bisher gesehen habe, nicht sehr überzeugend. Vielleicht hat mich auch einfach die Aussicht, Nathalie Dormer auf der Leinwand in dieser "glossier" und "zeitgeisty"** - Version zu sehen, abgeschreckt.
Einen schönen Valentinstag
Eure Kangourette
* https://www.imdb.com/title/tt6038954/
** https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2018/feb/14/picnic-at-hanging-rock-first-look-full-throttle-reboot-of-an-australian-classic wobei mich sowohl die Begriffe "glossier" und "zeitgeisty"
Vergangenes Jahr erschien übrigens eine Neuverfilmung des Stoffes in Serienform*, die meines Wissens bisher jedoch nur zahlungspflichtigen Streaming-Sendern zu sehen war. Für dieses Remake würde ich nicht extra zahlen, denn anders als in der Musikwelt, in der mich einige Coverversionen sehr begeistern, sind die Remakes erfolgreicher Filme, die ich bisher gesehen habe, nicht sehr überzeugend. Vielleicht hat mich auch einfach die Aussicht, Nathalie Dormer auf der Leinwand in dieser "glossier" und "zeitgeisty"** - Version zu sehen, abgeschreckt.
Einen schönen Valentinstag
Eure Kangourette
* https://www.imdb.com/title/tt6038954/
** https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2018/feb/14/picnic-at-hanging-rock-first-look-full-throttle-reboot-of-an-australian-classic wobei mich sowohl die Begriffe "glossier" und "zeitgeisty"
Dienstag, 12. Februar 2019
Նռան գույնը - und die Musik der Bücher
Der in unseren Breitengraden eher wenig bekannte surrealistische Film "Die Farbe des Granatapfels" (1969) (originaltitel "Նռան գույնը" bzw. "Nran Guyne") von Sergei Paradschanow erzählt vom Leben des armenischen Musikers und Dichters Sayat Nova im 18 Jahrhundert. Novas Leben von der Kindheit bis zum Tod, wird in eindrucksvollen manchmal "liebevoll ironisch(en)"* ein andermal "fieberartigen"** Tableaus begleitet, die von rituellen frühchristlichen Bräuchen, den schwierigen Lebensumständen und Sayat Novas Liebe zur Tochter Königs Erekle II handeln. Sprache kommt in "Die Farbe des Granatapfels" vorrangig in Zwischentiteln zum Einsatz, was die Intensität der Bilder untermalt.
Die Liebe Sayat Novas zu Büchern und ihrer "Musik", hat Regisseur Sergei Paradschanow in dieser Szene wirkungsvoll umgesetzt:
Obwohl der Film zeitweise in der ehemaligen Sowjetunion verboten war, zählt er "inzwischen zu den bemerkenswertesten Beispielen des jüngeren sowjetischen Films."*** Auch einflussreiche Kollegen zollten der Arbeit Sergei Paradschanows Respekt, Jean-Luc Godard über Paradschanow:„Im Tempel des Films gibt es Bilder, Licht und Realität. Sergej Paradschanow war der Meister dieses Tempels." Der italienische Filmregisseur und Autor Michelangelo Antonioni schwärmte:" 'Die Farbe des Grantapfels' von Paradschanow ist nach meiner Auffassung einer der besten zeitgenössischen Filme, der mit Perfektion und Schönheit beeindruckt."****
Bussis
Eure Kangourette
*https://www.trigon-film.org/de/shop/DVD/Die_Farbe_des_Granatapfels_-_Sayat_Nova
**http://www.filmzentrale.com/rezis/farbedesgranatapfelsche.htm
***https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Farbe_des_Granatapfels
****https://www.irinakurtishvili.com/homage-sergei-parajanov
Die Liebe Sayat Novas zu Büchern und ihrer "Musik", hat Regisseur Sergei Paradschanow in dieser Szene wirkungsvoll umgesetzt:
Obwohl der Film zeitweise in der ehemaligen Sowjetunion verboten war, zählt er "inzwischen zu den bemerkenswertesten Beispielen des jüngeren sowjetischen Films."*** Auch einflussreiche Kollegen zollten der Arbeit Sergei Paradschanows Respekt, Jean-Luc Godard über Paradschanow:„Im Tempel des Films gibt es Bilder, Licht und Realität. Sergej Paradschanow war der Meister dieses Tempels." Der italienische Filmregisseur und Autor Michelangelo Antonioni schwärmte:" 'Die Farbe des Grantapfels' von Paradschanow ist nach meiner Auffassung einer der besten zeitgenössischen Filme, der mit Perfektion und Schönheit beeindruckt."****
Fazit: Unbedingt ansehen, wenn man bereit ist, sich rund 70 Minuten auf üppige sowohl vertraut als auch fremdartig wirkende Bilder einzulassen!
Bussis
Eure Kangourette
*https://www.trigon-film.org/de/shop/DVD/Die_Farbe_des_Granatapfels_-_Sayat_Nova
**http://www.filmzentrale.com/rezis/farbedesgranatapfelsche.htm
***https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Farbe_des_Granatapfels
****https://www.irinakurtishvili.com/homage-sergei-parajanov
Dienstag, 5. Februar 2019
Freitag, 25. Januar 2019
Die Madame Sans-Gêne im Parfumregal
Der Januar
ist für mich ja von allen Monaten das, was der Montag unter allen Wochentagen
ist, nämlich schlichtweg unerhört.
Man ist
verkatert, in vielerlei Hinsicht gesättigt und es fühlt sich irgendwie schwer
an, in den Alltag zurück zu kehren. Hinzu kommt das zu 85% grässliche, trübe
Wetter in unseren Breitengraden, wodurch sich das morgendliche Aufstehen und
Aktivitäten an der frischen Luft (sic!) ab und an recht mühsam gestalten.
| Credit: Kangourette |
Aber nun
genug gejammert und Blick sowie Nase auf einen Billigheimer im Duftregal gerichtet,
den auch das nach Weihnachten geschröpfte Portemonnaie verkraftet: Coco
Mademoiselle von Cha..., ups, nein, ich meinte doch Suddenly Madame Glamour von
der Discounterkette Lidl.
Von den einen als „hervorragendes Dupe“ zu Chanels Erfolgsduft Coco Mademoiselle
gefeiert, von den anderen als „synthetische Suppe“ abgestraft, ist Suddenly Madame Glamour hier mal einen näheren Blick und Riecher wert. Dabei
fokussiere ich hauptsächlich auf den Lidl Duft und nicht auf einen Vergleich zu
Coco Mademoiselle, der jedoch unweigerlich stets um die Ecke blinzelt.
Donnerstag, 6. Dezember 2018
Schaufenster der Woche No. 33 -- Tante Emma lebt
Die Gattung Tante-Emma-Laden war ja mal vom Aussterben akut bedroht. Wie es insgesamt darum nun steht, kann ich nicht sicher sagen, jedoch: in Hamburg gibt es noch den einen oder anderen Laden dieser Art (der kein "Späti" ist, welcher imho eine moderne, nachtaktive und neu erblühende Form des Tante-Emma-Ladens darstellt).
Obst und Gemüse Regina Akzu jedenfalls entzückt mich im Vorbeigehen immer. Es hat etwas gedauert, dass ich hier mal das pure, hübsche "Vintage"-Schaufenster knipsen konnte, da vor dem Fenster meistens Kaffeekunden auf der Bank sitzen und ein Päuschen machen. Dies sind häufig Strassenfeger, Müllwerker, Postboten, Rentner und Flaneure des nahegelegenen Parks, welche sich hier unter der verblichenen Markise einen kleinen Nachbarschaftsplausch geben.
Von der Grundschule gegenüber schwärmen die Schüler in den Laden aus, um sich mit Naschwerk zu versorgen, und, nicht zu vergessen, die zahlreichen Muttis mit oder ohne Kinderwagen/Kinderbegleitung, die hier tatsächlich Obst & Gemüse einkaufen (und um Kaugummi o.ä. von ihren Kindern angequengelt werden).
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| Credit: Louise |
Obst und Gemüse Regina Akzu jedenfalls entzückt mich im Vorbeigehen immer. Es hat etwas gedauert, dass ich hier mal das pure, hübsche "Vintage"-Schaufenster knipsen konnte, da vor dem Fenster meistens Kaffeekunden auf der Bank sitzen und ein Päuschen machen. Dies sind häufig Strassenfeger, Müllwerker, Postboten, Rentner und Flaneure des nahegelegenen Parks, welche sich hier unter der verblichenen Markise einen kleinen Nachbarschaftsplausch geben.
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| Credit: Louise |
Von der Grundschule gegenüber schwärmen die Schüler in den Laden aus, um sich mit Naschwerk zu versorgen, und, nicht zu vergessen, die zahlreichen Muttis mit oder ohne Kinderwagen/Kinderbegleitung, die hier tatsächlich Obst & Gemüse einkaufen (und um Kaugummi o.ä. von ihren Kindern angequengelt werden).
Freitag, 16. November 2018
Sündentrio für die Nase - die Düfte zur TV-Serie Babylon Berlin
Ich werde an dieser Stelle die Serie nicht weiter rezensieren, dafür aber beichten, dass ich als erwachsene Frau so begeistert bin, dass ich mir die drei Merchandising-Düfte der Serie gekauft habe. Es gibt sie bei Rossmann und Müller zu je € 14,95 / 50ml und stecken in den allerschönsten Flakons.
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| Credit: Louise |
Im Grunde hat mehr mein Auge als meine Nase eingekauft, aber wo ich sie nun schon mal alle hier habe, möchte ich sie Euch auch vorstellen.
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| Credit: Louise |
Dienstag, 23. Oktober 2018
Ich hab´ noch einen Kuchenteller in Berlin
Neulich bin ich, mal wieder, zu einem Kurztrip nach Berlin aufgebrochen. Und weil Pflastertreten besonders in dieser Stadt sehr anstrengend ist, meine Nerven zwecks Verarbeitung all der vielen Eindrücke in dieser niemals müden Stadt ordentlich viele Kohlenhydrate benötigen, kehrte ich bei Frau Behrens in der Bergmannstrasse in Kreuzberg ein.
Frau Behrens macht Torten. Und Kuchen. Diese kann man z.B. in ihren entzückenden Cafés goutieren und sich dort im schönen, nostalgisch-liebevollen Ambiente verwöhnen lassen. Ein Fest für die Sinne: die unschlagbar leckeren, immer frischen Torten, Kuchen, Speisen und Getränke zu moderaten Preisen (es gibt auch hervorragendes Frühstück und kleinere, herzhafte Snacks), der Duft von Schokoladen, Kaffee und Süsswaren... Das Auge kann sich nicht sattsehen am Füllhorn der Leckereien und dem vintagigen Dekor, das bis ins Detail liebe- und stilvoll angerichtet ist.
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| Credit: Louise |
Frau Behrens macht Torten. Und Kuchen. Diese kann man z.B. in ihren entzückenden Cafés goutieren und sich dort im schönen, nostalgisch-liebevollen Ambiente verwöhnen lassen. Ein Fest für die Sinne: die unschlagbar leckeren, immer frischen Torten, Kuchen, Speisen und Getränke zu moderaten Preisen (es gibt auch hervorragendes Frühstück und kleinere, herzhafte Snacks), der Duft von Schokoladen, Kaffee und Süsswaren... Das Auge kann sich nicht sattsehen am Füllhorn der Leckereien und dem vintagigen Dekor, das bis ins Detail liebe- und stilvoll angerichtet ist.
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise |
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| Credit: Louise |























