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Dienstag, 12. Februar 2019

Նռան գույնը - und die Musik der Bücher

Der in unseren Breitengraden eher wenig bekannte surrealistische Film "Die Farbe des Granatapfels" (1969) (originaltitel "Նռան գույնը" bzw. "Nran Guyne") von Sergei Paradschanow erzählt vom Leben des armenischen Musikers und Dichters Sayat Nova im 18 Jahrhundert. Novas Leben von der Kindheit bis zum Tod, wird in eindrucksvollen manchmal "liebevoll ironisch(en)"* ein andermal "fieberartigen"** Tableaus begleitet, die von rituellen frühchristlichen Bräuchen, den schwierigen Lebensumständen und Sayat Novas Liebe zur Tochter Königs Erekle II handeln. Sprache kommt in "Die Farbe des Granatapfels" vorrangig in Zwischentiteln zum Einsatz, was die Intensität der Bilder untermalt. 

Die Liebe Sayat Novas zu Büchern und ihrer "Musik", hat Regisseur Sergei Paradschanow in dieser Szene wirkungsvoll umgesetzt:






Obwohl der Film zeitweise in der ehemaligen Sowjetunion verboten war, zählt er "inzwischen zu den bemerkenswertesten Beispielen des jüngeren sowjetischen Films."*** Auch einflussreiche Kollegen zollten der Arbeit Sergei Paradschanows Respekt, Jean-Luc Godard über Paradschanow:„Im Tempel des Films gibt es Bilder, Licht und Realität. Sergej Paradschanow war der Meister dieses Tempels." Der italienische Filmregisseur und Autor Michelangelo Antonioni schwärmte:" 'Die Farbe des Grantapfels' von Paradschanow ist nach meiner Auffassung einer der besten zeitgenössischen Filme, der mit Perfektion und Schönheit beeindruckt."****


Fazit: Unbedingt ansehen, wenn man bereit ist, sich rund 70 Minuten auf üppige sowohl vertraut als auch fremdartig wirkende Bilder einzulassen!

Bussis
Eure Kangourette


*https://www.trigon-film.org/de/shop/DVD/Die_Farbe_des_Granatapfels_-_Sayat_Nova
**http://www.filmzentrale.com/rezis/farbedesgranatapfelsche.htm
***https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Farbe_des_Granatapfels
****https://www.irinakurtishvili.com/homage-sergei-parajanov

Samstag, 2. September 2017

Balenciaga Paris oder Adam og Eva


Credit: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paulsen_Adam_Eve.jpg


Julius Paulsen (1860-1840), dänischer Maler, verzichtete in seinem Bild Adam og Eva (1887) gänzlich auf Schlange und Apfel und präsentiert uns Adam liegend, der zu Eva, die soeben die Waldlichtung betritt, aufblickt. Eva ist kurvig weiblich dargestellt, doch Lichteinfall und die Farbnuancen präsentieren sie natürlich und unschuldig, weder plump noch vulgär. Ihre spätere “Schwäche”, die den Sündenfall herbeiführen wird, ist allenfalls ins Adams begehrlich-schmachtendem Blick zu erahnen. Auch Eva blickt Adam direkt ins Gesicht, interessiert, intelligent und selbstbewusst aber auch zurückhaltend. Balenciaga Paris erinnert mich an diese Eva. Das Bild haben wir übrigens im Rahmen der Ausstellung Geschlechterkampf im Frankfurter Städelmuseum* gesehen und waren erstaunt, was allein das bekannte Motiv Adam und Eva an gesellschafts- und folglich geschlechterspezifischen Gegebenheiten zu transportieren vermag.

Credit: Kangourette

Mittwoch, 7. Mai 2014

Lang lebe Maria Lassnigs Werk!







Credit: http://www.kultur-online.net

„Ich male und zeichne nicht den ‚Gegenstand‘ Körper, sondern ich male Empfindungen vom Körper.“*

Die "wohl bedeutendste österreichische Malerin" (www.sueddeutsche.de/) Maria Lassnig ist tot. Sie starb im Alter von 94 Jahren in einem Wiener Spital.


Credit: http://www.artnet.de/

Ruhm erlangte die in 1919 in Kappel (Kärnten) geborene Malerin erst mit 60 Jahren. Mit über 80 posierte sie nackt für ihr Bild "Landmädchen" (s.o.). Lassnig überraschte mit ihren "expressiven und furchtlosen Körperempfindungsbildern" (http://www.spiegel.de/) abseits aller Mode- und Stilrichtungen.


Der Tod Maria Lassnig hinterlässt in der Kulturlandschaft eine große Lücke.

Eure Kangourette

*Maria Lassnig über ihre bekannte Körperbewusstseinsmalerei




Freitag, 16. November 2012

Fesch, fescher, Fesch´markt!

Zu viel Geld und gute Nerven? Na dann auf zum  Fesch´markt am 17. und 18.11.2012 in der Wiener Ottakringer Brauerei! 150 Jungdesigner und Künstler bieten Mode für Groß und Klein, Kunst, Accessoires und Produktdesign!


Informationen über die feschen Neuigkeiten im Rahmen des Fesch´marktes findet Ihr unter http://www.feschmarkt.at/

Sehen wir uns dort?
Bussi
Eure Kangourette

Mittwoch, 11. Juli 2012

Venus goes size zero

"A woman can never be too rich or too thin", soll Wallis Simpson, Duchess of Windsor gesagt haben. Aber stimmt das? Die italienische Künstlerin Anna Utopia Giordano hat Venus, der römischen Göttin der Liebe, auf berühmten Darstellungen aus verschiedenen Epochen eine Diät verpasst.


Sandro Botticelli: Die Geburt der Venus, links das Original aus der Renaissance,
recht in size zero - mit zero appeal!

Dienstag, 10. April 2012

Grenzüberschreitung in Wien-Ottakring

Cross Borders MASC FOUNDATION 39 DADA
Baldrin Adam Cohen Patrik Lechner Georgij Melnikov

Arno Schmid Philipp Müller Gert Resinger Anne-Sophie Wass


Säulen der Erinnerung - Pillars of Memory: Fred Misik
Piazza am Yppenplatz, 12. April bis 12. Juni
Projektion, Installation, Malerei, Sound, Skulptur,

Performance, Fotografie, Film/Video
AWG - James Clay/Roland Schütz

ERÖFFNUNG: Fr. 13. April 19 UHR
Dauer: Fr. 13. bis Sa. 28. April 2012
Öffnungszeiten: Do-Sa 17 - 20 UHR

Dienstag, 3. April 2012

Combi naht

Habt Ihr am Gründonnerstag abends noch nichts vor? Dann habe ich hier den ultimativen Tipp für Euch!


Sehen wir uns dort?

Bussi
Eure Kangourette

Donnerstag, 19. Mai 2011

"Extrem" Ausgrenzung/Abgrenzung" die Zweite

Künstlerin und Galeristin Claudia-Maria Luenig bewies schon in der ersten Ausstellung ihrer Galerie "Basement" in Wien 16., dass die von ihr kuratierten KünstlerInnen den Themenschwerpunkt "Extrem" Ausgrenzung/Abgrenzung" sowohl mit körperlichen als auch räumlichen Grenzüberschreitungen und Tabubrüchen eindrucksvoll beklemmend umsetzen.

Am 20.05. ab 19:00Uhr ist es so weit, die zweite Ausstellung im Basement unter dem Themenschwerpunkt "Extrem" Ausgrenzung/Abgrenzung" wird eröffnet!

Die Künstler: Arpine Tokmayjan (AR) / Klaus Mähring (A)
Zur Eröffnung spricht: Mag. Živa Vavpotič, Kulturkontakt Austria
Musik: Nick Pagan (USA)

Ausstellungsdauer: 21.05. bis 05.06.2011

basement, Grundsteingasse 8/34-35, 2. Hof, 1160 Wien

Sehen wir uns dort?
Bussi
Eure Kangourette

http://www.basement-wien.at/

Mittwoch, 23. März 2011

Heroic Sovereign

STAATSAFFAIRE lädt ein zu

Heroic SOVEREIGN, verführt. / fashion - performance - music
ART and POLICY – female empowerment
am Freitag, 25. März, 20 Uhr im WUK Wien

Credit: Dario Srbic, artwork: susanneschuda.net

Donnerstag, 17. März 2011

Vernissage "Extrem" - Ausgrenzung/Abgrenzung

Ausstellungen und Kunstaktionen im Wiener Brunnenviertel gelten schon länger nicht mehr als geheimer Insider-Tipp. Eine der dort besonders engagierten KünstlerInnen und GaleristInnen ist Claudia-Maria Luenig, die mit ihrer Galerie basement das künsterische Niveau seit Jahren deutlich über die Kellerebene hinauszuheben vermag!

Donnerstag, 10. März 2011

Da geht´s rund!

Ich hoffe, ich bin noch nicht zu spät dran! Heute abend ist wieder einmal der Galerierundgang in der Wiener Innenstadt! Wer genauere Informationen sucht, kann unter http://www.galerienrundgang.at fündig werden! Mit von der Partie ist artup - unique products, ein besonderer Shop für österreichisches Design. In artups besonderer Mischung aus Galerie und Shop finden sich Mode, Accessoires, Wohnkultur und außergwöhnliche Souvenirs. Die aktuelle Präsentation "a shirt österreichische Designer interpretieren den Klassiker" ist heute ab 15Uhr zugänglich!



Credit: artup

Viel Spaß!
Bussi
Eure Kangourette
http://www.artup.at/index.html

Freitag, 4. März 2011

Parallel Experience! Wider die Ausgrenzung psychisch Kranker

Menschen mit psychischen Erkrankungen werden häufig von den „Normalen“ gesellschaftlich ausgegrenzt, was die Scham über die Erkrankung erhöht und die Rückkehr in den Alltag berschwert.
Parallel Experience, ein internationales Wanderprojekt, möchte einen Dialog zwischen psychisch Kranken, Experten und Laien anregen. Einige psychische Störungen träten bei 25 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens auf, mahnen die VeranstalterInnen und kritisieren, dass die „soziale Ausgrenzung einer Bevölkerungsgruppe ein Problem für uns alle darstellt.“ Die gesellschaftliche Ausgrenzung psychisch Erkrankter sowie deren Scham erschweren die angestrebte soziale Reintegration und verstärken Berührungsängste.

Credit: jan-knybel

Freitag, 28. Januar 2011

Über "Den Blick öffnen"

Wie Ihr wisst, hatte ich hier die Vernissage der Ausstellung "Den Blick öffnen" angekündigt. Natürlich war auch Kangourette zugegen, allerdings erst nach der offiziellen Eröffnung (Reden liegen mir manches Mal nicht so...). Präsentieren möchte ich Euch hier eine Arbeit, die mich besonders beeindruckt hat.


Credit: Kangourette
Die Arbeit ist von Barbara Bernsteiner. Die Puppen wurden, wie ich zufällig erfahren habe nach dem Modell einer Puppe von Bernsteiners Tochter gefertigt.

Wenn Ihr nicht dort wart, dann habt Ihr was verpasst!

Bussi
Eure Kangourette

Donnerstag, 27. Januar 2011

Schau hin und tu was!

„Den Blick öffnen“ möchte die gleichnamige Ausstellung für die Sensibilisierung und zur Prävention von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Die Eröffnung dieses Kunstprojektes erfolgt heute, am 27.01.2011 um 19.00 Uhr im Wiener Künstlerhaus. Die Idee für „Den Blick öffnen“ stammt von Ina Loitzl und Tanja Prušnik, die ein Bewusstsein für Zivilcourage wecken möchten: hinsehen statt wegschauen, hinhören statt sich taub zu stellen, einmischen statt ignorieren. Die Ausstellung tourt mit immer neuen Arbeiten durch die österreichischen Bundesländer.


Montag, 17. Januar 2011

eop ist acht!

Eines meiner liebsten Netzwerke in Wien, für das ich künftig hoffentlich Zeit für aktives Engagement finde, feiert heute seinen achten Geburtstag, herzlichen Glückwunsch eop!

Was ist eop?

eop (emergence of projects) ist ein offenes prozessuales Netzwerk, das aufgrund der divergierenden künstlerisch-beruflichen Ausrichtung seiner Mitglieder verschiedene professionelle Kompetenzen vereint.

Die Gründung von eop erfolgte am 17.01.2003 auf Initiative von Helga Köcher.
eop versteht sich als „kreatives Labor“ in dem durch Gespräch und Kooperation in Projekten die Entstehung horizontaler Strukturen erforscht und gefördert werden soll.

Fotocollage Lotte Seyerl

Die TeilnehmerInnen von eop stammen aus den Bereichen Bildende Kunst, Multimedia, Fotografie, Konzeptkunst, Sprache, Tanz, Musik, Kunst im öffentlichen Raum, Kulturpolitik, Kunstvermittlung, Bildung, Verhaltensforschung, Sozialforschung, Stadtforschung, Raumplanung, Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Rundfunk, internationale Nachrichtenagentur und Printmedien.

Wozu das Ganze?

Ziel von eop ist es, die Bedeutung und Wirksamkeit künstlerisch, forschend und kulturell tätiger Menschen in der Gesellschaft durch Vernetzung und erfolgreiche Kooperation zu steigern und die Realisierung interdisziplinärer, spartenübergreifender, prozessualer Projekte zu unterstützen.

Das innovative Potential soll wirksamer werden, die nachhaltige Entwicklung von Hochqualifizierten gefördert und das Verständnis zwischen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und Generationen gestärkt werden.

Ich wünsche eop noch viele spannende inputs und daraus folgende Projekte

Bussi
Eure Kangourette

P.S. Für die Inhalte sämtlicher hier verlinkter websites übernehme ich keine Garantie und Haftung