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Montag, 29. Juni 2020

Support Small business 3: Feige von Harry Lehmann Parfum Individual oder....



...nach dem Rendevous mit Lord X


Billy Wilder, einer meiner Lieblingsregisseure, wäre dieser Tage 114 Jahre geworden. Seine Filme begleiten mich seit frühester Jugend. Begonnen hatte alles mit „1,2,3“ und „Manche mögens heiß“ in meinem Elternhaus. Mit „Irma la douce“ verbinde ich vor allem die Treffen mit meiner gleichaltrigen Kusine bei unserer Großmutter in Nordrhein-Westfalen. Obgleich das Kusinchen und ich unterschiedlich nicht sein konnten bzw. könnten, verstanden wir uns sehr gut und schauten bei jedem dieser Treffen mindestens einmal Wilders „Irma la douce“ während unsere Großmama ihren Mittagsschlaf hielt.




Credit*

 

Montag, 27. April 2020

Support Small business 2: Lindenblüte von Harry Lehmann Parfum Individual


Eine Ablenkung vom wahren Leben, eine Flucht aus der Realität, das ist es, was sich Verleger Ernst Rowohlt von Schriftsteller Kurt Tucholsky in einem fiktiven Briefwechsel für seine Leser wünschte. Tucholsky erfüllte den Wunsch des Verlegers nach “einen leichten, sommerlichen Roman, vielleicht einer Liebesgeschichte” und schreibt einen seiner grössten Publikumserfolge: “Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte”*. Als Zaungäste reisen wir mit Ich-Erzähler Peter, genannt Daddy und seiner Freundin Lydia, genannt Prinzessin, nach Südschweden. Die unbeschwerte Sommerfrische gespickt mit Neckereien – teilweise auf Missingsch** -  wird durch interessante Besucher, nämlich Freund Karlchen und die erotisch anziehende Freundin Billie bereichert. Einen Riss bekommt die heitere Idylle als das Paar der kleinen Ada begegnet, die in einem nahe liegenden Kinderheim lebt und sich den Repressalien der Heimleiterin ausgesetzt sieht. Lydia und Peter nehmen sich des Kindes an und organisieren, dass es zu seiner (bisher ahnungslosen) Mutter in die Schweiz zurück kehren kann. 


Credit: Kangourette


Kaum ein Duft verkörpert das entspannte Nichtstun in “Schloss Gripsholm” für mich so sehr wie “Lindenblüte” von Harry Lehmann. Die (vermeintliche) Einfachheit dieses Duftes gepaart mit der Ästhetik und Stimmung der Weimarer Zeit, die selbst in der lockeren und sommerlichen Atmosphäre von Tucholskys Erzählung mitschwingt, bilden für mich eine stimmige Einheit. Dass sowohl die Marke Harry Lehmann als auch die beiden Hauptfiguren Peter und Lydia aus Berlin stammen (Lydia ursprünglich aus Rostock, wie wir schnell erfahren - Stichwort “Missingsch”), wo zudem die legendäre Straße “Unter den Linden” beheimatet ist, mag diese Assoziationskette bei mir verstärken.

Über Harry Lehmann

Harry Lehmann, Parfum nach Gewicht wurde 1926 in Berlin gegründet. Lehmanns Anliegen in den 1920er Jahren war es “auf Luxusverpackung und Werbung” zu verzichten, damit die Düfte “auch in der damaligen schwierigen Zeit erschwinglich blieben”. Diesem Konzept ist man bis heute treu geblieben. Aktuell ist das Geschaeft von Harry Lehmann in der Kantstraße 106, 10627 Berlin meines Wissens geschlossen, Bestellungen werde jedoch gerne per e-mail entgegen genommen. Weitere Informationen findet ihr unter www.Parfum-individual.de


Donnerstag, 14. Februar 2019

Picknick am Valentinstag

Noch einmal Kino - davon kann ich ja nie genug bekommen (ich sag´nur Berlinale, hach!). Der Valentinstag ist mir zwar herzlich egal, doch hat er mich vergangenes Jahr an einen Film erinnert, den ich lange nicht gesehen hatte: Picknick am Valentinstag (Originaltitel `Picnic at Hanging Rock´) von Peter Weir aus dem Jahr 1975. Noch immer erzeugt dieser Film trotz seiner Längen an manchen Stellen, ein eigenartiges Schaudern bei mir.




Vergangenes Jahr erschien übrigens eine Neuverfilmung des Stoffes in Serienform*, die meines Wissens bisher jedoch nur zahlungspflichtigen Streaming-Sendern zu sehen war. Für dieses Remake würde ich nicht extra zahlen, denn anders als in der Musikwelt, in der mich einige Coverversionen sehr begeistern, sind die Remakes erfolgreicher Filme, die ich bisher gesehen habe, nicht sehr überzeugend. Vielleicht hat mich auch einfach die Aussicht, Nathalie Dormer auf der Leinwand in dieser "glossier" und "zeitgeisty"** - Version zu sehen, abgeschreckt. 

Einen schönen Valentinstag
Eure Kangourette


* https://www.imdb.com/title/tt6038954/
** https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2018/feb/14/picnic-at-hanging-rock-first-look-full-throttle-reboot-of-an-australian-classic wobei mich sowohl die Begriffe "glossier" und "zeitgeisty"


Dienstag, 12. Februar 2019

Նռան գույնը - und die Musik der Bücher

Der in unseren Breitengraden eher wenig bekannte surrealistische Film "Die Farbe des Granatapfels" (1969) (originaltitel "Նռան գույնը" bzw. "Nran Guyne") von Sergei Paradschanow erzählt vom Leben des armenischen Musikers und Dichters Sayat Nova im 18 Jahrhundert. Novas Leben von der Kindheit bis zum Tod, wird in eindrucksvollen manchmal "liebevoll ironisch(en)"* ein andermal "fieberartigen"** Tableaus begleitet, die von rituellen frühchristlichen Bräuchen, den schwierigen Lebensumständen und Sayat Novas Liebe zur Tochter Königs Erekle II handeln. Sprache kommt in "Die Farbe des Granatapfels" vorrangig in Zwischentiteln zum Einsatz, was die Intensität der Bilder untermalt. 

Die Liebe Sayat Novas zu Büchern und ihrer "Musik", hat Regisseur Sergei Paradschanow in dieser Szene wirkungsvoll umgesetzt:






Obwohl der Film zeitweise in der ehemaligen Sowjetunion verboten war, zählt er "inzwischen zu den bemerkenswertesten Beispielen des jüngeren sowjetischen Films."*** Auch einflussreiche Kollegen zollten der Arbeit Sergei Paradschanows Respekt, Jean-Luc Godard über Paradschanow:„Im Tempel des Films gibt es Bilder, Licht und Realität. Sergej Paradschanow war der Meister dieses Tempels." Der italienische Filmregisseur und Autor Michelangelo Antonioni schwärmte:" 'Die Farbe des Grantapfels' von Paradschanow ist nach meiner Auffassung einer der besten zeitgenössischen Filme, der mit Perfektion und Schönheit beeindruckt."****


Fazit: Unbedingt ansehen, wenn man bereit ist, sich rund 70 Minuten auf üppige sowohl vertraut als auch fremdartig wirkende Bilder einzulassen!

Bussis
Eure Kangourette


*https://www.trigon-film.org/de/shop/DVD/Die_Farbe_des_Granatapfels_-_Sayat_Nova
**http://www.filmzentrale.com/rezis/farbedesgranatapfelsche.htm
***https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Farbe_des_Granatapfels
****https://www.irinakurtishvili.com/homage-sergei-parajanov

Dienstag, 2. Juni 2015

Schaufenster der Woche No 25: Noch ´n Stückchen Kuchen?

Wer schon einmal in Frankfurt über den Römer Richtung Eiserner Steg geschlendert ist, kann sie nicht übersehen haben: Die Konditorei Hollhorst! "....da schmeckt´s wie in der guten alten Zeit!", versprechen die Inhaber. Und tatsächlich, ein Blick in das Schaufenster lässt einen an Zeiten (oder Filme) denken, als Tante oder Mutter (die Herren des Hauses werden an dieser Stelle bewußt ausgeklammert) adrett mit einer sauberen Schürze bekleidet, Kuchen zum Kaffee servierten. 

Habe ich tatsächlich "Kaffee" geschrieben?! Ja! "Cafè", wie man ihn in Wien nennt, wäre in dieser Kombination absolut unpassend. Besser kann man die Unterschiede zwischen deutscher und österreichischer Genusskultur kaum darstellen. Wer die barocken, überladenen Auslagen der Konditorei Zauner in Bad Ischl, der K.u.k. Hofzuckerbäcker Demel am Kohlmarkt oder der z.B. der Konditorei Heiner auf der Wiener Wollzeile kennt, versteht, was ich meine. Hollhorsts Schaufenster ist vergleichsweise nüchtern und schnörkellos – ja, irgendwie fast "protestantisch", quasi ein: "Zur Sache Schätzchen, hier gibt´s Kuchen sonst nix." Dass die Sahne (Anmerkung nicht "Schlagobers") im aufflackernden Kopfkino in einer Schale aus klobigem Kristallglas serviert wird, versteht sich an dieser Stelle von selbst.

Credit: Kangourette, Collage Horex Ballo

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard besuchte ja das Wiener Café Bräunerhof bekanntermaßen regelmäßig. Seinem ab 1969 in Frankfurt ansässigen Verleger Siegfried Unseld (Suhrkamp Verlag) schrieb er 1975: "Warum höre ich nichts aus Frankfurt, der heiligen Stadt? Für mich sind alle anderen deutschen Städte, Hamburg ausgenommen, ganz und gar unerträglich, Frankfurt ist als einzige eine permanente herrliche hässliche schöne Schöpfung, die anderen sind tote unerträgliche kopflose schamlose gemeine Museumsstücke, lauter Menschengerümpel, in welchem die Kunststücke entstehen unter lauter Fußtritten."


Freitag, 24. April 2015

Vivre les quatre-vingt-dix/Es leben die Neunziger/Viva gli anni novanta

Früher war alles besser – sogar die Zukunft! The importance of being Earnest*, also die späten 90er Jahre haben mich sehr geprägt. Nachdem Anfang des Jahrzehnts überall "Smells Like Teen Spirit" zu hören und CK One zu erschnuppern war, relaxten wir in der zweiten Hälfte lässig mit kurzem Blümchenkleid und groben Stiefeln dazu oder räkelten uns in Schlagjeans mit terrakottafarbem-Lippenstift und - nach Pulp fiction** - Rouge Noir von Chanel auf den Nägeln und amüsierten uns über Bill Clintons Lewinsky Affäre. 


Credit: http://www.artnet.com/artists/francesca-woodman/providence-rhode-island-a-SarZyMvKyM_mtYfuPSGEKQ2

Sonntag, 17. August 2014

Ein Geburtstagsbildnis

Heute denken meine Angehörigen und ich an einen ganz besonderen Menschen, nämlich meine 2011 verstorbene Großmutter (väterlicherseits). 

In ihrem Nachlass fanden wir diese wunderschöne Portraitzeichnung. 


Credit: Meine Familie!

Als das Bild entstand, war meine am 17. August 1922 geborene Großmutter Ballettänzerin. Wir wissen nicht, ob es in Würzburg, Coburg oder Mannheim entstand und wer es gemalt hat.

Damit hat sie uns nicht nur zahlreiche schöne Erinnerungen hinterlassen, sondern auch ein kleines Rätsel, das wir wahrscheinlich nicht mehr werden lösen können.

Bussis
Eure Kangourette

Sonntag, 2. Dezember 2012

Advent- `brödel

Zum ersten Advent das erste "must do" der Saison: Drei Nüsse für Aschenbrödel gucken! Sogar meine beiden erwachsenen Brüder finden den Film Kult ;-)




Einen schönen ersten Advent wünscht Euch
Eure Kangourette

Donnerstag, 27. September 2012

Hello again! Oder: Die Louis Vuitton Fall-Winter- Campaign!

Hochglanzmagazine kreuzen nur noch selten meine Augen seitdem ich nicht mehr regelmäßig längere Strecken mit dem Zug fahren muss. Somit bin ich nicht immer ganz up to date, was aktuelle Kampagnen betrifft. Die Marke Louis Vuitton bringe ich vorrangig mit den bekannten kaffeebraunen Taschen, die mit den unübersehbar beigen VL-Logos übersät sind in Verbindung. Und sorry an die Fans - ich mag diese (häufig auch kopierten) Taschen nicht besonders (die Koffer hingegen sind teilweise saucool). Vor diesem Hintergrund hat mich die unlängst entdeckte aktuelle Herbst-Winter-Kampagne von Louis Vuitton echt total begeistert: 


Via. www.trendhunter.com

Donnerstag, 20. September 2012

Vintage Salon Vienna

Freitag, den 14.09. und Sa, den 15.09. fand im 17. Wiener Bezirk im Traditionshaus Gschwandner der erste Vintage Salon Vienna statt. Zu bestaunen und zu kaufen gab es Mode, Design, Möbel und Wohnaccessoires verschiedener vintage-lastiger Labels (u.a. Lena Hoschek, Marlenes Töchter, Bananas), ergänzt wurde dieser Event an beiden Abenden durch Dj´s, live Burlesque Performances uvm.

Kleidung und Accessoires...

....von Vintage und Rosenrot








Bei Lena Hoschek waren nicht nur die wunderschönen Kleider im Vintage-Style!

Freitag, 20. April 2012

Auf die Plätze, fertig...Fashionflohmarkt!

Wer nach dem gestrigen woman day (puh, Nahkampfzone "Intimissimi"- ich kann Euch sagen.....) noch Geld übrig hat, kann es morgen, am 21.04. zwischen 11 und 18Uhr auf dem Fashionflohmarkt investieren.



Informationen findet Ihr hier: http://www.cooloutfit.at/2012/04/10/fashion-flohmarkt-am-samstag-den-21-april/

Vielleicht sehen wir uns dort?
Bussi
Eure Kangourette

Samstag, 5. März 2011

Sonntag, 30. Januar 2011

Janis und der Mercedes!

Guten morgen!

Kangourette hat sich auskuriert und nachdem vergangenes Wochenende erstaunte Reaktionen über Rammsteins "Du riechst so gut" kamen, biete ich Euch hier einen Clip, der ganz anderen Art:

Viel Spaß und schönen Sonntag!

Bussi
Eure Kangourette