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Sonntag, 1. Oktober 2017

Selbst ist die (Haus)Frau

Letzte Woche auf dem Flohmarkt im Viertel sprang mich diese kleine Buchperle an. Erschienen im Jahre 1930 im Thienemanns-Verlag Stuttgart, verfasst von Lisa Mar, gibt es der beanspruchten Hausfrau geschmeidige Tipps mit auf den Weg, um ihre Spannkraft zu erhalten: 

Hausarbeit als Gymnastik 

Credit: Louise


Amüsant ist das teilweise aus heutiger Sicht, was in diesem Büchlein der Frau angeraten wird. Die Wortwahl und Formulierungen zeugen durchaus von der damaligen Welt- und Frauensicht und wirken mithin unfreiwillig komisch, auch wenn sie in der Sache selbst durchaus auch heute noch stellenweise Geltung haben. Die rücken- und körperschonenden Bewegungsabläufe im Alltag werden hierbei gründlich behandelt sowie auch - zumindest kurz angerissen - Ernährungshinweise gegeben. Dem Thema "Ermüdung" widmen sich gleich mehrere Kapitel. 

Credit: Thienemanns-Verlag

Samstag, 2. September 2017

Balenciaga Paris oder Adam og Eva


Credit: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paulsen_Adam_Eve.jpg


Julius Paulsen (1860-1840), dänischer Maler, verzichtete in seinem Bild Adam og Eva (1887) gänzlich auf Schlange und Apfel und präsentiert uns Adam liegend, der zu Eva, die soeben die Waldlichtung betritt, aufblickt. Eva ist kurvig weiblich dargestellt, doch Lichteinfall und die Farbnuancen präsentieren sie natürlich und unschuldig, weder plump noch vulgär. Ihre spätere “Schwäche”, die den Sündenfall herbeiführen wird, ist allenfalls ins Adams begehrlich-schmachtendem Blick zu erahnen. Auch Eva blickt Adam direkt ins Gesicht, interessiert, intelligent und selbstbewusst aber auch zurückhaltend. Balenciaga Paris erinnert mich an diese Eva. Das Bild haben wir übrigens im Rahmen der Ausstellung Geschlechterkampf im Frankfurter Städelmuseum* gesehen und waren erstaunt, was allein das bekannte Motiv Adam und Eva an gesellschafts- und folglich geschlechterspezifischen Gegebenheiten zu transportieren vermag.

Credit: Kangourette

Dienstag, 20. Oktober 2015

No vanity is displayed






If I make the lashes dark 
And the eyes more bright 
And the lips more scarlet, 
Or ask if all be right 
From mirror after mirror, 
No vanity's displayed: 
I'm looking for the face I had 
Before the world was made. 

(From William Butler Yeats "Before the world was made")

Freitag, 20. März 2015

Tag 79: Equal Pay Day





Heute war im wahrsten Sinnes des Wortes das meiste von der Sonnenfinsternis überschattet, also kein Wunder, dass der Equal Pay Day ein wenig unter die Räder der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung geriet.



Was ist der Equal Pay Day?



Der Equal Pay Day möchte auf den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen hinweisen. In Deutschland beträgt dieser Unterschied aktuell 22 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt). Auf Arbeitstage umgerechnet bedeutet dies, dass Frauen für gleiche Leistung im Schnitt 79 Tage nicht bezahlt werden (21,6 % von 365 Tagen). Der heutige Tag ist der 79. des Jahres 2015. Der Rechnung entsprechend, würden bei gleichem Stundenlohn Frauen bis zu diesem Tag kein Gehalt für ihre Arbeit bekommen, während ihre männlichen Kollegen bereits seit dem 1.1. bezahlt werden.*


Lohnschere Credit: https://geschlechterallerlei.files.wordpress.com



Freitag, 13. März 2015

Mittwoch, 7. Mai 2014

Lang lebe Maria Lassnigs Werk!







Credit: http://www.kultur-online.net

„Ich male und zeichne nicht den ‚Gegenstand‘ Körper, sondern ich male Empfindungen vom Körper.“*

Die "wohl bedeutendste österreichische Malerin" (www.sueddeutsche.de/) Maria Lassnig ist tot. Sie starb im Alter von 94 Jahren in einem Wiener Spital.


Credit: http://www.artnet.de/

Ruhm erlangte die in 1919 in Kappel (Kärnten) geborene Malerin erst mit 60 Jahren. Mit über 80 posierte sie nackt für ihr Bild "Landmädchen" (s.o.). Lassnig überraschte mit ihren "expressiven und furchtlosen Körperempfindungsbildern" (http://www.spiegel.de/) abseits aller Mode- und Stilrichtungen.


Der Tod Maria Lassnig hinterlässt in der Kulturlandschaft eine große Lücke.

Eure Kangourette

*Maria Lassnig über ihre bekannte Körperbewusstseinsmalerei




Dienstag, 8. April 2014

Unilevers Modern Caveman





Wer glaubte, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend "gender sensitive" geworden sind, sollte mal in meine Dusche gucken.

Samstag, 8. März 2014

Zum Weltfrauentag 2014

Oft scheint es "einfacher" für Frauenrechte zu kämpfen und einzutreten, wenn  diese mit Füßen getreten werden.  So kritisiert die Generalsekretärin von Amnesty International (kurz AI)Deutschland:"Es ist absurd: Einige Staaten erlauben per Gesetz Kinderheiraten und Vergewaltigung in der Ehe, andere verbieten außereheliche sexuelle Beziehungen, Homosexualität und Schwangerschaftsabbrüche - auch nach einer Vergewaltigung".


Frauen in Nepal leiden laut AI unter vielfältiger Diskriminierung.Credit: http://news.xinhuanet.com/english/photo/2013-09/09/132702945_11n.jpg

Mittwoch, 11. Juli 2012

Venus goes size zero

"A woman can never be too rich or too thin", soll Wallis Simpson, Duchess of Windsor gesagt haben. Aber stimmt das? Die italienische Künstlerin Anna Utopia Giordano hat Venus, der römischen Göttin der Liebe, auf berühmten Darstellungen aus verschiedenen Epochen eine Diät verpasst.


Sandro Botticelli: Die Geburt der Venus, links das Original aus der Renaissance,
recht in size zero - mit zero appeal!

Donnerstag, 8. März 2012

Internationaler Frauentag 2012

Bild via http://www.internationalwomensday.com/upload/spill60x72l.jpg
Ein Beispiel:
Frauen forderten mit Beginn der Proteste in Ägypten im Januar 2011 Seite an Seite mit Männern ein Ende der politischen Repressionen und umfassende Reformen. Frauen hatten in den Jahren der Regierung von Hosni Mubarak wie die Männer unter der Unterdrückung gelitten, hinzu kam, dass sie mit diskriminierenden Gesetzen und einer tief in der ägyptischen Gesellschaft verwurzelten Geschlechterungleichheit konfrontiert waren.

Dienstag, 17. Mai 2011

Das passt!

Wenn in Wien jemand Einheimisches mitteilen möchte, dass etwas so wie es ist in Ordnung sei, dann kommt häufig ein etwas matschig gesprochenes: "Passt schon!" (das "P" bitte eher wie ein "B" artikulieren, das "n" beim Wort "schon" eher weg lassen) dabei heraus.

In verschiedenen Medien (oft in sogenannten "Frauenzeitungen") liest man ja immer wieder, dass besonders Frauen an ihrem Erscheinungsbild und ihrer Person etwas auszusetzen haben. Quasi zum Beleg dafür werden gerne arlamierende Zahlen ansteigender Esstörungen und neuerdings auch von Schönheits-OPs bereits im Kindes- bzw. Jugendalter zitiert.

Sonntag, 8. Mai 2011

Zum Muttertag...

.....möchte ich mich bedanken, dass jüngsten Medienberichten zufolge besonders Alleinerzieherinnen armutsgefährdet sind. Es ist doch immer wieder schön, wenn frau es schwarz auf weiß sieht - und zugleich der individuelle Eindruck bestätigt wird, dass gesellschaftlich eigentlich wenig passiert, um dieser Armutsfalle beizukommen. So dürften wir uns also unserer Mutterschaft freuen, während wir von ArbeitgeberInnen zu Ämtern (und dergleichen) rumhetzen, um Kind, Arbeit und Küche zu vereinbaren.


Dennoch möchte ich das Muttersein nicht missen, Söhnchen hat mein Leben nicht nur um seine Millionen Legosteine bereichert! Und wenn mich alles mal nervt, streu´ ich Glitzer drauf!

Bussi
Eure Kangourette

Mittwoch, 23. März 2011

Heroic Sovereign

STAATSAFFAIRE lädt ein zu

Heroic SOVEREIGN, verführt. / fashion - performance - music
ART and POLICY – female empowerment
am Freitag, 25. März, 20 Uhr im WUK Wien

Credit: Dario Srbic, artwork: susanneschuda.net

Dienstag, 8. März 2011

Tag der Frauen - Frauentag

Den heutigen 100. Frauentag celebriere ich mit einer Flasche "Cutimix"-Schüttelmixtur in meinen nicht manikürten Händen. Söhnchen hat hat nämlich seit drei Tagen Windpocken (in Österreich "Feuchtblattern" genannt, hört, hört!) und somit sind wir erneut in Quarantäne. Wäre ich Verschwörungtheoretikerin, würde ich behaupten, diese Kinderkrankheiten halten Mütter (denen ja zumeist die Pflege der kranken Kinder zukommt) von großartigen Karrieren ab.


Pragmatischer betrachtet bin ich guten Mutes, da wir bald die ganze Palette an Kinderkrankheiten durch haben und sich der arme Kleine, dann nicht im Erwachsenenalter mit diesen Viren (die dann ja extrem werden können) wird rumquälen müssen. So spiele ich diese Woche also eifrig Playmobil und Lego, lasse auf mir herumturnen und mir neue Löcher in den Bauch fragen, bedauere und pflege wo ich nur kann und verlege meine Karriere- und Berufspläne auf die kommende Woche!

Hier nur einige bekannte und besondere Damen der Schöpfung:


Rosa Luxemburg, via:


Samstag, 5. März 2011

Donnerstag, 20. Januar 2011

Warum Pink stinkt!

Es mag etwas seltsam anmuten, dass ein Blog, der zu einem guten Teil Düfte und Beauty-Produkte vorstellt, folgende Kampagne vorstellt: Pinkstinks!

Hier soll nicht etwa eine olfaktorische Gemeinsamkeit hergeleitet werden. Mein (rein persönlicher) Zugang zu diesem Thema ist die Frage nach dem Frausein in der Gesellschaft. Die Grenze zwischen gesellschaftlicher und sozialer Konditionierung und (vermeintlichen?) von der Natur determinierten weiblichen  Eigenschaften beschäftigt mich immer wieder.

Als Mutter eine Sohnes könnte ich es mir einfach machen- will ich aber nicht. Zudem ist ja auch die Erziehung eines künftigen Mannes dieser Gesellschaft davon beeinflusst, welches Frauenbild ich selbst transportiere.

Credit: http://www.monstersandcritics.de/
Ob das für Männer erstrebenswert ist?