Emma Watson wird dieser Tage dafür gefeiert, dass sie
unlängst verkündete, mit sich selbst verpartnert* zu sein, was eine durchaus elegante
Beschreibung ihres Singlestatus darstellt. Ich mag Emma Watson und Genderfragen
und -themen sind mir nicht grundsätzlich gleichgültig, habe ich doch meinen
Filius einst sogar in einen gendersensiblen Kindergarten geschickt (sollte er
später ein Macho werden, ist es also wirklich nicht meine Schuld). Ob das Mit-sich-selbst-verpartnert-sein
wirklich so aufsehenerregend oder die Resonanz lediglich Emmas Bekanntheitsgrad
und ihrer Cleverness (bzw. der ihres PR-Teams) zu verdanken ist, sei dahin
gestellt.
Gerade Frauen ohne ein männliches (oder weibliches) Wesen an ihrer Seite – und hier kommt das Thema Gendersensibilität durchaus zum Tragen – werden oft abfällig als defizitär betitelt. Somit ist es aus meiner Sicht erfrischend, wenn gerade Frauen deutlich machen, dass auch ein Leben mit sich selbst erfüllend sein kann. Was ebenfalls eher im Zusammenhang mit alleinstehenden Menschen thematisiert wird, ist die Frage, wie selbstbewusst und ausgeglichen diese sind, dabei ist „(…) die Fähigkeit, allein zu sein, die Bedingung dafür, in der Lage zu sein, zu lieben.“(Erich Fromm)