Dienstag, 1. Mai 2018

Anais Anais – Lilie mädchenhaft


Einen wunderschönen ersten Mai, liebe Kangouretten! Wir beginnen diesen Wonnemonat mit einem Strauß weißer Blüten.

Es gibt Parfums, die kennt man einfach, ohne sich je mit ihnen beschäftigt zu haben. Einer davon ist für mich Anais Anais von Cacharel. Meine Mutter erhielt ihn in meiner frühen  Jugend als Gastgeschenk von einer amerikanisch-philippinischen Austauschschülerin, natürlich musste auch ich meine neugierige Nase bald an den milchglas-weißen Flakon halten. Hell und licht wie der Flakon war auch mein Dufteindruck: weiße Blüten, frühlingshaft auf grüner Basis. Zu besonderen Gelegenheiten durfte auch ich einen Hauch Anais Anais tragen. Mit dem zarten, aber langanhaltenden Duft weißer Lillie, Hyazinthe und Maiglöckchen fühlte ich mich auf Anhieb unwiderstehlich. Anais Anais war für mich einfach „der schönste Duft der Welt“.


Qelle: http://www.parfumdepub.com/fr/publicite-Ana-iuml-s-Ana-iuml-s-48.html


Versunken in meine Mädchenträume sollte es noch ein paar Jahre dauern bis ich Anais Anais mein eigen nennen konnte. Mit 17 Jahren, nach vier Wochen in einem internationalen Jugendlager in Trois-Rivières (nahe Quebec in Canada), kaufte ich mir Anais Anais im Duty Free-Shop des Montrealer Flughafen auf der Rückreise. Eigentlich litt ich dato schwerst an gebrochenem Herzen, da ich mich "unsterblich" in einen Italiener mit äußerst römischem Profil verliebt hatte. Anais Anais linderte den Schmerz erfolgreich. Ich erinnere mich noch, dass mir der Duft sofort am Flughafen ein Kompliment einbrachte. Pierre Brice.....naja, nicht ganz, also ein älterer Herr (wahrscheinlich war er gerade mal 30 *lach*) sprach mich auf Französisch an und sagte, wie wunderbar dieser Duft zu mir passe.

 Wie duftet Anais Anais?


Freitag, 23. März 2018

Die grauen Busse


Als mein Sohn sich das erste Mal begeistert auf das Denkmal der Grauen Busse am Rathenauplatz in Frankfurt am Main stürzte, war mir ehrlich gestanden im ersten Augenblick nicht bewußt, woran dieses Denkmal erinnern soll.




Natürlich hatte ich zuvor schon von der „Euthanasie“, dem Mord an psychisch Kranken, körperlich und geistig Behinderten im Nationalsozialismus gelesen und gehört. Dass diese in Heil- oder Pflegeanstalten befindlichen bedauernswerten Menschen in grau gestrichenen ehemaligen Postbussen in Tötungsanstalten gebracht wurden, war mir nicht bekannt.

Freitag, 26. Januar 2018

Die dufte Kunst der Verführung

Mein Duftbeuteschema ist eigentlich ein anderes. Ein ganz anderes. Trotzdem hat mich Serge Lutens Cèdre gepackt, mir den Kopf verdreht, mich verführt, und ich weiss nicht, warum. Manchmal ist das so - und der Verstand kann es nicht erklären.

Credit: Louise


Der erste Dufttest vor ein paar Jahren verlief enttäuschend. Madamig, haarsprayig, aufdringlich, dann wieder zu bitter - nein, den mag ich nicht.
Durch Zufall jedoch testete ich den Duft zwei Jahre später erneut. Und wunderte mich, was geschah:

Freitag, 12. Januar 2018

Eine Frage der Definition

Im Januar jammert so mancher über Ebbe im Portemonnaie nach der Weihnachtszeit. Werfen wir also mal einen Blick auf einen „Billigheimer“ im Parfumregal, den ich privat über Umwege erhalten habe: „Definition“ von Christina Aguilera.

Credit: http://tinkerbell240677.tumblr.com/post/80170170323


Der Snobismus macht auch vor Parfumfreunden nicht halt und so werden Parfums, die in der Drogerie für kleines Geld zu kaufen sind unter Parfumistas häufig naserümpfend ignoriert. Aber braucht es wirklich exotische, außergewöhnliche Rohstoffe um ein gutes Parfum herzustellen? Das ist – wie so vieles – eine Frage der Definition und des persönlichen Geschmacks. Der französische Komödiendichter Jean Baptiste Moliere (eigentlich Jean-Baptiste Poquelin), der sich in seiner Komödie „Der Geizige“ Habsucht und Geiz widmete, soll gesagt haben:

Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzdem gut.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Gemischtwarenladen 2017

Schnell ist das Jahr vergangen! Politisch war 2017 in mancherlei Hinsicht desaströs, kontrastierend dazu privat friedlich und rund. 




In meinem Geburtsmonat Dezember bin auch ich "hyggelig" geworden und schenkte mir "Hygge" von Mike Wikking. Ich konnte im Weihnachtstrubel noch nicht intensiv darin schmökern, werde hier also noch kein Urteil darüber abgeben.