Dienstag, 23. Oktober 2018

Ich hab´ noch einen Kuchenteller in Berlin

Neulich bin ich, mal wieder, zu einem Kurztrip nach Berlin aufgebrochen. Und weil Pflastertreten besonders in dieser Stadt sehr anstrengend ist, meine Nerven zwecks Verarbeitung all der vielen Eindrücke in dieser niemals müden Stadt ordentlich viele Kohlenhydrate benötigen, kehrte ich bei Frau Behrens in der Bergmannstrasse in Kreuzberg ein.

Credit: Louise


Frau Behrens macht Torten. Und Kuchen. Diese kann man z.B. in ihren entzückenden Cafés goutieren und sich dort im schönen, nostalgisch-liebevollen Ambiente verwöhnen lassen. Ein Fest für die Sinne: die unschlagbar leckeren, immer frischen Torten, Kuchen, Speisen und Getränke zu moderaten Preisen (es gibt auch hervorragendes Frühstück und kleinere, herzhafte Snacks), der Duft von Schokoladen, Kaffee und Süsswaren... Das Auge kann sich nicht sattsehen am Füllhorn der Leckereien und dem vintagigen Dekor, das bis ins Detail liebe- und stilvoll angerichtet ist.

Credit: Louise

Credit: Louise
Credit: Louise

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Schwarze Katze





Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle
wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:


Freitag, 7. September 2018

Mon Guerlain – mein Umarmemich

In "Harry Potter und der Stein der Weisen" erhält Harrys schusseliger Klassenkamerad Neville Longbottom eines Tages ein Erinnermich (genannt Remembrall in der originalen Fassung), eine magische Warnanzeige für Vergessliche. Das Erinnermich sieht aus wie eine große Murmel, die weißen Nebel enthält. Hat man etwas vergessen, so färbt sie sich glühend rot. Das rosarote Mon Guerlain ist - aus meiner Sicht –  hingegen ein Umarmemich, eine magische Aufforderung, von Menschen, die man liebt, umarmt zu werden.

Dieses Umarmemich ist der jüngste mit Spannung erwartete Damenduft aus dem Haus Guerlain (erschienen 2017). Unübersehbar beworben mit Angelina Jolie, bezeichnete diese Mon Guerlain werbewirksam als „Mein unsichtbares Tattoo“.*

Credit Horex Ballo

Montag, 16. Juli 2018

Es weht der Wind....




Credit: Kangourette


Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, 
von vielen Blättern eines, 
dies eine Blatt, man merkt es kaum, 
denn eines ist ja keines. 
Doch dieses Blatt allein, 
war Teil von unserem Leben, 
drum wird dies Blatt allein, 
uns immer wieder fehlen.

Rainer Maria Rilke


Freitag, 6. Juli 2018

Grain de Soleil – und die Zeit steht still

Das Reisen führt uns zu uns zurück. 
Albert Camus



 
Der römische Aquädukt Pont du Gard*

Mit 18 oder 19 Jahren verlebte ich einen sehr schönen Urlaub in der französischen Provence. Sonnenuntergänge in Cassis, baden an den wunderschönen Calanques, Pastis trinken in Aix en Provence (brrrr, den Geschmack mochte ich gar nicht), Übernachtungen in sehr typisch französischen Pensionen mit bordeauxfarbenen wild gemusterten Textiltapeten an den Wänden. Die Fenster nachts offen – puh, es ist so heiß – auf der Straße lachende Passanten, Musik in der Ferne. Die Fahrt zum Pont du Gard – lachen – wir waren heute noch gar nicht schwimmen! Nach Erkundung und mehrfacher Überquerung des Points – uh, ist das hoch - schnell ein paar Dinge aus dem Auto geholt und entlang des Gard ein einsames Plätzchen gesucht. Gefunden! Eine Art Insel inmitten des ohnehin flachen Flusses. Schwimmen - unmöglich, Erfrischung im Wasser tut dennoch soooo gut. Steine unter meinen nackten Füßen im Wasser, Sonne auf meiner und seiner Haut - unser Paradies. Umgeben von Planzen und wilden Blumen. „Psst, duck dich, ich glaube, da kommen Leute.“ All das kam mir unwillkürlich in Erinnerung, als ich das erste Mal Grain de Soleil von Fragonard testete. Mitten im Winter in Paris, nach dem Besuch des Fragonard-Shops auf dem Boulavard Saint Germain, fühlte ich die provenzalische Sonne auf meiner blassen Nase und meinte, das Rascheln der duftigen Gräser im Sommerwind um mich herum zu hören.


Das in Südfrankreich sehr beliebte Boulespiel*

Samstag, 23. Juni 2018

Im Park


Credit: Louise




                        Alter Park

In der Altstadt, die nur so heisst, 
- denn wo einst nur Winkelgässchen gekauert, 
dünstig vom Mittelalter umschauert, 
dehnen Zinshausstrassen sich dreist, -

Eine Oase, die jedes Aug´ preist:
Uralte Bäume, ein alter Garten ummauert,
haben Jahrhunderte überdauert,
bei der Kapelle zum Heiligen Geist.

Aus dem Rasen - fern Stadtlärm und Hast!
ragen verstreut zu der Bäume Füssen
schräge Steinplatten, grau und bemoost.

Gern hält Liebe hier Abendrast;
die fühlt hier dankbar des Lebens Grüssen,
ahnt nicht, dass sie auf Friedhofsgrund kost.

Hugo Salus (1866 - 1929), böhmischer Arzt und Schriftsteller



Credit: Louise