Montag, 6. Juli 2015

Berlin Calling


Neulich habe ich eine Reise aus der zweitgrössten Stadt in die grösste Stadt unserer Republik gemacht, nach Berlin.

Ich mag es gross, bunt, vielfältig, reizstark. Vorausgesetzt, dass es denn auch Möglichkeiten zum Rückzug gibt, einen Ort, um seine Hirnchemie wieder in Ordnung zu bringen nach den starken, erschöpfenden Eindrücken, und um seine vom Pflastertreten müden Glieder auszustrecken. Kurz: sein inspiriertes, aber erschöpftes Ich neu aufzuladen.

Credit: Louise

Donnerstag, 11. Juni 2015

Fünf Zöpfe für ein Kinderlachen


Der Verein Haarfee hilft Kindern, die durch Erkrankung oder Chemotherapie ihre Haare verloren haben. Helfen kann jede/r, der langes Haar oder Geld spendet


Credit: Kangourette

Besonders betroffen sind Kinder, die nach einer Chemotherapie, Verbrennung oder der Krankheit Alopecia Areata kahl geworden sind. Die ohnehin große psychische Belastung wird häufig durch das Hänseln und die Ausgrenzung Gleichaltriger verstärkt. Ein Stück Normalität in den Alltag kann in solchen Fällen eine spezielle maßgeschneiderte Echthaarperücke bringen.

Dienstag, 2. Juni 2015

Schaufenster der Woche No 25: Noch ´n Stückchen Kuchen?

Wer schon einmal in Frankfurt über den Römer Richtung Eiserner Steg geschlendert ist, kann sie nicht übersehen haben: Die Konditorei Hollhorst! "....da schmeckt´s wie in der guten alten Zeit!", versprechen die Inhaber. Und tatsächlich, ein Blick in das Schaufenster lässt einen an Zeiten (oder Filme) denken, als Tante oder Mutter (die Herren des Hauses werden an dieser Stelle bewußt ausgeklammert) adrett mit einer sauberen Schürze bekleidet, Kuchen zum Kaffee servierten. 

Habe ich tatsächlich "Kaffee" geschrieben?! Ja! "Cafè", wie man ihn in Wien nennt, wäre in dieser Kombination absolut unpassend. Besser kann man die Unterschiede zwischen deutscher und österreichischer Genusskultur kaum darstellen. Wer die barocken, überladenen Auslagen der Konditorei Zauner in Bad Ischl, der K.u.k. Hofzuckerbäcker Demel am Kohlmarkt oder der z.B. der Konditorei Heiner auf der Wiener Wollzeile kennt, versteht, was ich meine. Hollhorsts Schaufenster ist vergleichsweise nüchtern und schnörkellos – ja, irgendwie fast "protestantisch", quasi ein: "Zur Sache Schätzchen, hier gibt´s Kuchen sonst nix." Dass die Sahne (Anmerkung nicht "Schlagobers") im aufflackernden Kopfkino in einer Schale aus klobigem Kristallglas serviert wird, versteht sich an dieser Stelle von selbst.

Credit: Kangourette, Collage Horex Ballo

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard besuchte ja das Wiener Café Bräunerhof bekanntermaßen regelmäßig. Seinem ab 1969 in Frankfurt ansässigen Verleger Siegfried Unseld (Suhrkamp Verlag) schrieb er 1975: "Warum höre ich nichts aus Frankfurt, der heiligen Stadt? Für mich sind alle anderen deutschen Städte, Hamburg ausgenommen, ganz und gar unerträglich, Frankfurt ist als einzige eine permanente herrliche hässliche schöne Schöpfung, die anderen sind tote unerträgliche kopflose schamlose gemeine Museumsstücke, lauter Menschengerümpel, in welchem die Kunststücke entstehen unter lauter Fußtritten."


Dienstag, 12. Mai 2015

Wohlfühlen auf dem Holzweg

Meine Leidenschaft, die Düfte -- ich kann leider nicht anders, als Euch einen neuen Liebling von mir vorzustellen:

Van Cleef & Arpels -- Bois d´Iris.

Dieses feine Düftchen entspringt der "Collection Extraordinaire", ist jedoch weder limitiert noch extraordinaire teuer, also auf jeden Fall einen Blick wert.

Schön und wertig sind die Flakons, schweres Glas entlarvt hier den Juwelier, elegant und schlicht, die Umverpackung ist eine stabile, nobel anmutende Schatulle. Diese Reihe umfässt momentan neun Düfte: 
California Rêverie, Cologne Noire, Gardénia Pétale, Lys Carmin, Muguet Blanc, Orchidée Vanille, Precious Oud, Rose Velours und eben Bois d´Iris. 

Credit: Louise

Freitag, 24. April 2015

Vivre les quatre-vingt-dix/Es leben die Neunziger/Viva gli anni novanta

Früher war alles besser – sogar die Zukunft! The importance of being Earnest*, also die späten 90er Jahre haben mich sehr geprägt. Nachdem Anfang des Jahrzehnts überall "Smells Like Teen Spirit" zu hören und CK One zu erschnuppern war, relaxten wir in der zweiten Hälfte lässig mit kurzem Blümchenkleid und groben Stiefeln dazu oder räkelten uns in Schlagjeans mit terrakottafarbem-Lippenstift und - nach Pulp fiction** - Rouge Noir von Chanel auf den Nägeln und amüsierten uns über Bill Clintons Lewinsky Affäre. 


Credit: http://www.artnet.com/artists/francesca-woodman/providence-rhode-island-a-SarZyMvKyM_mtYfuPSGEKQ2

Samstag, 4. April 2015

Schaufenster der Woche No.24 : Ich brauche Stoff!


Schon länger wollte ich Euch dieses hübsche Schaufenster einmal vorgestellt haben: von Frau Tulpe, dem entzückenden kleinen Bedarfsladen für alle begeisterten (Hobby)SchneiderInnen.

Credit: Louise

Heute nun endlich war auch das Wetter optimal für ein paar Bilder, denn die blitzeblank geputzten Scheiben spiegeln ordentlich und lassen deshalb nicht immer freie Sicht auf die entzückende Gestaltung der Auslagen zu. 

Frau Tulpe ist ein Paradies für alle Nähbegeisterten, und auch wenn ich gestehen muss, dass ich nicht gerne nähe (ich habe noch nicht einmal eine Nähmaschine), so schaue ich einfach immer gern dort in die Fenster: 

bunt, bunt, bunt, doch vortrefflich sortiert sind die Waren: Stoffe vor allem natürlich, aber auch Garnrollen, Knöpfe, Aufnäher, Reissverschlüsse, "Kurzwaren", das alles lädt ein zu einem kreativen Anfall, und mich überkommt jedes Mal die Lust, Kinderkleidung à la Bullerbü zu nähen oder freundlich-gemütliche Kissenbezüge zu ebensolchen Stores, vielleicht gar ein Schürzenkleid oder wenigstens Küchenhandtücher.

Credit: Louise