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Dienstag, 23. Oktober 2018

Ich hab´ noch einen Kuchenteller in Berlin

Neulich bin ich, mal wieder, zu einem Kurztrip nach Berlin aufgebrochen. Und weil Pflastertreten besonders in dieser Stadt sehr anstrengend ist, meine Nerven zwecks Verarbeitung all der vielen Eindrücke in dieser niemals müden Stadt ordentlich viele Kohlenhydrate benötigen, kehrte ich bei Frau Behrens in der Bergmannstrasse in Kreuzberg ein.

Credit: Louise


Frau Behrens macht Torten. Und Kuchen. Diese kann man z.B. in ihren entzückenden Cafés goutieren und sich dort im schönen, nostalgisch-liebevollen Ambiente verwöhnen lassen. Ein Fest für die Sinne: die unschlagbar leckeren, immer frischen Torten, Kuchen, Speisen und Getränke zu moderaten Preisen (es gibt auch hervorragendes Frühstück und kleinere, herzhafte Snacks), der Duft von Schokoladen, Kaffee und Süsswaren... Das Auge kann sich nicht sattsehen am Füllhorn der Leckereien und dem vintagigen Dekor, das bis ins Detail liebe- und stilvoll angerichtet ist.

Credit: Louise

Credit: Louise
Credit: Louise

Freitag, 1. Dezember 2017

Schaufenster der Woche No. 31: Leipziger Lerchen auf St. Pauli

Dieses Schaufenster zog mich neulich im Vorbeigehen in den Bann. So eine kleine Konditoreiperle mit prächtigen Auslagen, weisskitteligen Damen hinter dem altmodischen Verkaufsthresen - mein Herz ging auf!

Credit: Louise


Im kleinen Laden hat man Vollsicht auf die mit Liebe selbst gestalteten Gebäck- und Zuckerwaren, ein bisschen Brot & Brötchen gibt es natürlich auch, aber das Meisterstück der Konditorei Rönnfeld sind die Leipziger Lerchen. Nach einem bis heute unveränderten Rezept aus den 50er Jahren werden täglich Lagen dieser köstlichen Gebäckstücke gebacken, marzipandominiert, aber auch teigknusprig, sind sie ein Fest für Schleckermäulchen (wie mich).
Credit: Louise

Credit: Louise

Dienstag, 2. Juni 2015

Schaufenster der Woche No 25: Noch ´n Stückchen Kuchen?

Wer schon einmal in Frankfurt über den Römer Richtung Eiserner Steg geschlendert ist, kann sie nicht übersehen haben: Die Konditorei Hollhorst! "....da schmeckt´s wie in der guten alten Zeit!", versprechen die Inhaber. Und tatsächlich, ein Blick in das Schaufenster lässt einen an Zeiten (oder Filme) denken, als Tante oder Mutter (die Herren des Hauses werden an dieser Stelle bewußt ausgeklammert) adrett mit einer sauberen Schürze bekleidet, Kuchen zum Kaffee servierten. 

Habe ich tatsächlich "Kaffee" geschrieben?! Ja! "Cafè", wie man ihn in Wien nennt, wäre in dieser Kombination absolut unpassend. Besser kann man die Unterschiede zwischen deutscher und österreichischer Genusskultur kaum darstellen. Wer die barocken, überladenen Auslagen der Konditorei Zauner in Bad Ischl, der K.u.k. Hofzuckerbäcker Demel am Kohlmarkt oder der z.B. der Konditorei Heiner auf der Wiener Wollzeile kennt, versteht, was ich meine. Hollhorsts Schaufenster ist vergleichsweise nüchtern und schnörkellos – ja, irgendwie fast "protestantisch", quasi ein: "Zur Sache Schätzchen, hier gibt´s Kuchen sonst nix." Dass die Sahne (Anmerkung nicht "Schlagobers") im aufflackernden Kopfkino in einer Schale aus klobigem Kristallglas serviert wird, versteht sich an dieser Stelle von selbst.

Credit: Kangourette, Collage Horex Ballo

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard besuchte ja das Wiener Café Bräunerhof bekanntermaßen regelmäßig. Seinem ab 1969 in Frankfurt ansässigen Verleger Siegfried Unseld (Suhrkamp Verlag) schrieb er 1975: "Warum höre ich nichts aus Frankfurt, der heiligen Stadt? Für mich sind alle anderen deutschen Städte, Hamburg ausgenommen, ganz und gar unerträglich, Frankfurt ist als einzige eine permanente herrliche hässliche schöne Schöpfung, die anderen sind tote unerträgliche kopflose schamlose gemeine Museumsstücke, lauter Menschengerümpel, in welchem die Kunststücke entstehen unter lauter Fußtritten."


Montag, 28. Juli 2014

Schaufenster der Woche Nr. 21: Schlaraffia für Anglophile


Im Hamburger Stadtteil Ottensen, idyllisch etwas abseits der grossen Einkaufsstrassen rund um die Altonaer Shopping-Mall Mercado gelegen, aber dennoch fussläufig von dort erreichbar, liegt dieses hübsche Kleinod: Sweet Suburbia, der „British Departmentstore“, und lockt mit einem verfüherischen Schaufenster.



Credit: Louise

Kunterbunt sind die Auslagen des Hauptfensters, hier liegen kitschige Porzellanteller mit dem Antlitz der British Royals neben Mod-Style-Kleidung  und -Accessoires von Fred Perry, Ginger Cookies, sauren Essig-Chips, englischen Teemischungen und anderen britischen Devotionalien. Über allem schwebt der Union Jack, und der gelbe Budgie wacht mit seinen scharfen Vogeläuglein über den Auslagen. 

Credit: Louise


Im Laden selbst findet man das erweiterte Sortiment dessen, was uns das Schaufenster verspricht, auch selbst gebackene Scones können hier manchmal erworben werden, oder zumindest die Backmischungen dafür, natürlich auch Clotted Cream und eine üppige Auswahl an Jam & Marmelade. 

Parfümiertes Schrankpapier, Seifen, Puder, sowie frische Düfte für die English Rose und seifig-elegante Colognes für den Gentleman kann man hier entdecken. Lackbilder, Postkarten, Schals, Socken, Schlüsselanhänger, Geschirr und Geschirrtücher, Plaids, etc etc — die Auswahl ist gigantisch. 

Betritt man das kleine Zimmerchen im hinteren Teil des Ladens, kann man sich durch eine kleine Kollektion stylisher Kleidung, welche in alten, offenen Kleiderschränken hängt, arbeiten, alles untermalt vom Klang einer Vogelgezwitscher-CD. 

Die Inhaberin Sandra Peters führt ihren Laden liebevoll und charmant (wie auch ihre Mitarbeiterinnen es sind) seit 11 Jahren, und er hat seine Fans längst gefunden, ich bin einer von ihnen.

Eure Louise

Sweet Suburbia 
Eulenstr. 49
22765 Hamburg 


www.sweetsuburbia.de

Samstag, 21. Juni 2014

Schaufenster der Woche No 20: Ein ästhetisches Highlight im Schanzenviertel

Der kleine, beschauliche, inhabergeführte "Stüdemann´s Kaffee- und Teeladen"* ist mitten im Zentrum des Hamburger Schanzenviertels am Schulterblatt gelegen. Wechselvolle Zeiten waren ihm beschert seit seiner Eröffnung im Jahre 1954, und noch immer ziert sein prächtiges Schaufenster das bunte Viertel.

Die Auslagen sind verführerisch: Tee und Kaffee aus aller Herren Länder, Schokoladenspezialitäten, Gebäck, Candy, Wein & Sekt, aber auch Tee- und Kaffeekannen, in der Weihnachtszeit die schönsten Kalender (mit und ohne Füllung) präsentieren sich stolz hinter der stets spiegelblank geputzten Scheibe.

Credit: Louise

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Schaufenster der Woche No 16: Wilde Kräuter

Bilder können mehr als 1000Worte sagen und somit wünsche ich allen mit diesem Schaufenster der Woche von Henzls Ernte auf der Wiener Kettenbrückengasse schöne Festtage!


Collage: Horex Ballo

Sonntag, 16. Dezember 2012

Action-baking

Nachdem ich das zweite Advent-must-do ob meiner fröhlich vereiterten Nebenhöhlen auslassen musste, hier das dritte, nämlich Kekse backen. In unserem Fall wird da nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der kleine Kangouretterich hier hat eine hohe Affinität zu üppiger Dekoration. Unsere Zahnärztin wird´s freuen ;-)



Und den Tipp der Schokoladenmanufaktur Zotter möchte ich hiermit sowohl auf selbst gemachte Kekse, als auch alles andere, was diese Zeit so lecker macht ausweiten:





Einen genussvollen dritten Advent!
Bussi
Eure Kangourette

Freitag, 20. Mai 2011

Na, Du bist mir ein Herzchen!

Neulich kauften Söhnchen und ich im von uns sehr geschätzten deutschen Spezialitätengeschäft "Hofer" (der hiesige Bruder von "Aldi") ein Säckchen Frühkartoffeln für´s Abendessen. Zu Hause begann ich pflichtbewusst gleich mit der Zubereitung - auch kleine Raubtiere wollen schnell gefüttert werden - und entdeckte diese "herzige" Kartoffel:




Söhnchen ist schwer begeistert und hat striktes Verbot ausgesprochen, dieses Kleinod in den Kochtopf zu stecken!

Schönes Wochenende!
Bussi
Eure Kangourette

P.S. Das Foto ist von mir, zum Vergrößern anklicken!