Posts mit dem Label Werbung durch unbezahlte Markennennung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Werbung durch unbezahlte Markennennung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. Juni 2020

Support Small business 3: Feige von Harry Lehmann Parfum Individual oder....



...nach dem Rendevous mit Lord X


Billy Wilder, einer meiner Lieblingsregisseure, wäre dieser Tage 114 Jahre geworden. Seine Filme begleiten mich seit frühester Jugend. Begonnen hatte alles mit „1,2,3“ und „Manche mögens heiß“ in meinem Elternhaus. Mit „Irma la douce“ verbinde ich vor allem die Treffen mit meiner gleichaltrigen Kusine bei unserer Großmutter in Nordrhein-Westfalen. Obgleich das Kusinchen und ich unterschiedlich nicht sein konnten bzw. könnten, verstanden wir uns sehr gut und schauten bei jedem dieser Treffen mindestens einmal Wilders „Irma la douce“ während unsere Großmama ihren Mittagsschlaf hielt.




Credit*

 

Mittwoch, 6. Mai 2020

Mandorlo di Sicilia - bitte ohne Vino Santo


Cantuccini sind ein lustiges Gebäck aus Norditalien, das ich zum ersten Mal von meiner verflossenen Schwiegermutter kredenzt bekam. Herzhaft biss ich in das kleine krosse Etwas, was ich sogleich bereute, da das Ding mehr als kross, nämlich steinhart und äußerst staubig schmeckte. Glücklicherweise verfüge ich über starke und feste Beißerchen, sonst hätte mich das Abenteuer glatt auf die Liege von Dr. S., meiner Wiener Zahnärztin, katapultiert. 

Bildrechte Utopia.de bzw. Foto: CC0 / Pixabay / LoboStudioHamburg


Lernfähig wie ich zuweilen bin, habe ich schnell verstanden, dass man Cantuccini entweder vornehm kabbert oder sie mit Café oder einem Glas Vin Santo genießt. Letzteres ist selbst mir Süßnase zu viel des Guten und so habe ich auch bei meinen späteren Aufenthalten in Norditalien stets den Café, am liebsten starken, schwarzen Espresso bevorzugt. Der Espresso ist auf diese Weise übrigens nach und nach Bestandteil meines Lebens geworden, pur schwarz, stark, ohne Gedöns wie Milch oder Zucker. 


Montag, 27. April 2020

Support Small business 2: Lindenblüte von Harry Lehmann Parfum Individual


Eine Ablenkung vom wahren Leben, eine Flucht aus der Realität, das ist es, was sich Verleger Ernst Rowohlt von Schriftsteller Kurt Tucholsky in einem fiktiven Briefwechsel für seine Leser wünschte. Tucholsky erfüllte den Wunsch des Verlegers nach “einen leichten, sommerlichen Roman, vielleicht einer Liebesgeschichte” und schreibt einen seiner grössten Publikumserfolge: “Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte”*. Als Zaungäste reisen wir mit Ich-Erzähler Peter, genannt Daddy und seiner Freundin Lydia, genannt Prinzessin, nach Südschweden. Die unbeschwerte Sommerfrische gespickt mit Neckereien – teilweise auf Missingsch** -  wird durch interessante Besucher, nämlich Freund Karlchen und die erotisch anziehende Freundin Billie bereichert. Einen Riss bekommt die heitere Idylle als das Paar der kleinen Ada begegnet, die in einem nahe liegenden Kinderheim lebt und sich den Repressalien der Heimleiterin ausgesetzt sieht. Lydia und Peter nehmen sich des Kindes an und organisieren, dass es zu seiner (bisher ahnungslosen) Mutter in die Schweiz zurück kehren kann. 


Credit: Kangourette


Kaum ein Duft verkörpert das entspannte Nichtstun in “Schloss Gripsholm” für mich so sehr wie “Lindenblüte” von Harry Lehmann. Die (vermeintliche) Einfachheit dieses Duftes gepaart mit der Ästhetik und Stimmung der Weimarer Zeit, die selbst in der lockeren und sommerlichen Atmosphäre von Tucholskys Erzählung mitschwingt, bilden für mich eine stimmige Einheit. Dass sowohl die Marke Harry Lehmann als auch die beiden Hauptfiguren Peter und Lydia aus Berlin stammen (Lydia ursprünglich aus Rostock, wie wir schnell erfahren - Stichwort “Missingsch”), wo zudem die legendäre Straße “Unter den Linden” beheimatet ist, mag diese Assoziationskette bei mir verstärken.

Über Harry Lehmann

Harry Lehmann, Parfum nach Gewicht wurde 1926 in Berlin gegründet. Lehmanns Anliegen in den 1920er Jahren war es “auf Luxusverpackung und Werbung” zu verzichten, damit die Düfte “auch in der damaligen schwierigen Zeit erschwinglich blieben”. Diesem Konzept ist man bis heute treu geblieben. Aktuell ist das Geschaeft von Harry Lehmann in der Kantstraße 106, 10627 Berlin meines Wissens geschlossen, Bestellungen werde jedoch gerne per e-mail entgegen genommen. Weitere Informationen findet ihr unter www.Parfum-individual.de


Mittwoch, 22. April 2020

Support small business 1: Pai Skincare


Support local brands, bzw. small business - zu Deutsch: kleine Unternehmen und Erzeuger unterstützen ist ein Gebot, das mir in der Corona Krise mehr denn je bewusst geworden ist.  Sicher könnte man bequem Produkte bei grossen Online-Anbietern wie Amazon ordern, doch zahlt dieser keine Steuern hier im Land, was unter anderem bedeutet, dass Leute wie Amazon-Besitzer Herr Bezos keinen einzigen Penny für das Krankenhausbett, in dem seine Mitarbeiter landen könnten, zahlt. Hinzu kommt wie mehrfach publik wurde, dass in den Lagern von Amazon nicht ausreichend auf angemessenen Schutz vor Corona geachtet wird.* Der Mensch als Ware, die bei mangelnder Funktionalität ausgetauscht wird – das möchte ich nicht unterstützen.


Credit: Kangourette

Ich fange mit (m)einer Basiswaffe in Sachen Pflege aus dem Bereich der Naturkosmetik an, dem Rosehip BioRegenerate Oil der britischen Marke Pai Skincare. Das Öl wird - wie ich finde zurecht - von Fans als Kultprodukt gehypt. Schon seit mehr als vier Jahren ist es Dauergast in meinem Bad und ich kann nicht mehr rekonstruieren, wie oft ich es inzwischen nachgekauft habe.

Sonntag, 5. April 2020

Durch die (Klo-)Rolle betrachtet: Olympea Intense


Wenn uns die Corona-Krise eines beschert hat, dann unzählige Witze über Hamster und Klopapierkäufe. “Bleib zu Hause, rette Leben” und “flatten the curve”, die Mottos der Stunde haben das gesamte gesellschaftliche Leben lahm gelegt. Kaum eine/r erlebt dies nicht als Grenzerfahrung - allein mit sich selbst – oder mit Kind und Kegel in den eigenen vier Wänden, wo nebst homeoffice auch Schulbildung und jegliches Socializing abzulaufen hat. 




Credit: Kangourette




Nachdem alle brav gelernt haben, wie man sich ordentlich die Hände wäscht – ich hatte ja schon immer die Befürchtung, dass das Vielen nicht ganz geläufig ist - wurden Keller ausgemistet, Serien im Akkord geschaut, Fenster geputzt und erste Versuche in Balkonkonzerten gestartet. Außerdem bezeugt der knallvolle Glascontainer wenige Schritte von unserem Haus entfernt, dass man in der Nachbarschaft Wein und Sekt offenbar gerne und großzügig zuspricht. So weit so gut, aber die Auseinandersetzung mit dem, was sich ”da draußen” tut, bleibt unangenehm, ist dramatisch. Es ist wie ein Dialog im Dunkeln, bei dem man das Gegenüber schmenhaft erahnt, aber nicht vollständig sieht.







Ich ertappe mich derzeit dabei, dass ich an Tagen, an denen ich Parfum auflege besonders gerne zu schmeichelnden, warmen Düften greife. Orientalische oder Gourmand-Noten verleihen wahrscheinlich zusätzlich Geborgenheit in einer Zeit, die ich manchmal als schwer erfassbar empfinde.









Freitag, 28. Februar 2020

Abendsegen in der Hosenrolle: Ereve


Willkommen im Jahr 2020 liebe Kangouretten! Nach einem erschreckend milden Januar befinden wir uns nun in einem frühlingshaften Februar mit Vogelgezwitscher und zaghaft aber wahrnehmbar blühenden Blumen in Gärten und Parks. Wo normalerweise trübes Wetter und Schneematsch vorherrschten, bemerken wir nahezu an allen Ecken, dass wir uns dank Klimawandel seit Wochen auf der Zielgeraden in den Frühling befinden. So schön es jetzt ist, so sehr können wir damit rechnen, dass uns erneut ein extremer Sommer bevorsteht, der nicht nur die Natur und Tierwelt, sondern  auch Leben und Gesundheit vieler Menschen negativ beeinflussen wird….


Credit: Kangourette

Aber widmen wir uns nun wieder einem der Lieblingsthemen dieses Blogs: Den Düften! Gerade in der diesjährig (verfrühten) Übergangsjahreszeit - gepaart mit dem Todestag meiner Grossmutter - trage ich besonders gerne das melancholisch schöne Ereve der russischen Duftmarke Myropol. Ereve bedeutet Abend und in Gedenken an meine Oma, die als junge Frau Ballet-Tänzerin war, bringt mir Ereve den bittersüssen „Abendsegen“ aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel in Erinnerung.


Freitag, 22. November 2019

November-Zen

Der November hat uns voll im Griff, ein Tag übertrifft den anderen an nassem Dunkelgrau und Kälte. Immer wenn ich denke, schlimmer gehts nimmer, kommt der nächste Tag und legt noch eine Schippe drauf. Sonnige oder einfach nur helle Momente sind die absolute Ausnahme.
Credit: Louise


Doch auch das Nebelgrau hat Schönheit. Wir kommen zur Ruhe, sind mehr (dr)innen als (dr)aussen, wir ziehen uns zurück, schlafen mehr (wenn es die Alltagsumstände zulassen), sind inaktiver, vielleicht auch nachdenklicher, besinnlicher. Im Dezember wird es bekanntlich ja häufig eher weniger besinnlich, wenn wir alle panisch auf Weihnachten zustürzen und der Freizeitstress mit Weihnachtsmärkten, Adventskaffees, Weihnachtsfeiern und Geschenkeshopping uns wieder voll fordert.

Warum also nicht den November als willkommene, kleine Verschnaufpause ansehen?
Credit: Louise


Credit: Louise




Samstag, 16. November 2019

Pariser Lippen

Der (MakeUp)Style der Pariserinnen füllt die Spalten unzähliger Editorials und Videos der YouTube-Kanäle, sogar Bücher gibt es schon darüber, denn die sprichwörtliche Lässigkeit und Coolness der Pariserin ist Beautyvorbild für sehr viele Frauen.

Ein unverzichtbarer Bestandteil des klassischen Pariser Looks ist der knallrote Lippenstift. Reduziertes Augenmakeup, wenn überhaupt eines, dazu ein eher natürlicher Teint, aber auf jeden Fall: rote Lippen. Was für uns eher etwas "für abends" und "zum Ausgehen" angesehen wird, trägt die Pariserin ganz selbstverständlich im Alltag.

Credit: Louise




Credit: Louise / Bluse: C&A, Kette: gesehen bei Budnikowsky


Freitag, 8. November 2019

Mit sich selbst verpartnert: Chatelaine von Harry Lehmann


Emma Watson wird dieser Tage dafür gefeiert, dass sie unlängst verkündete, mit sich selbst verpartnert* zu sein, was eine durchaus elegante Beschreibung ihres Singlestatus darstellt. Ich mag Emma Watson und Genderfragen und -themen sind mir nicht grundsätzlich gleichgültig, habe ich doch meinen Filius einst sogar in einen gendersensiblen Kindergarten geschickt (sollte er später ein Macho werden, ist es also wirklich nicht meine Schuld). Ob das Mit-sich-selbst-verpartnert-sein wirklich so aufsehenerregend oder die Resonanz lediglich Emmas Bekanntheitsgrad und ihrer Cleverness (bzw. der ihres PR-Teams) zu verdanken ist, sei dahin gestellt.


Photograph by Dora Maar, 1936 via https://graymag.com/

Gerade Frauen ohne ein männliches (oder weibliches) Wesen an ihrer Seite – und hier kommt das Thema Gendersensibilität durchaus zum Tragen – werden oft abfällig als defizitär betitelt. Somit ist es aus meiner Sicht erfrischend, wenn gerade Frauen deutlich machen, dass auch ein Leben mit sich selbst erfüllend sein kann. Was ebenfalls eher im Zusammenhang mit alleinstehenden Menschen thematisiert wird, ist die Frage, wie selbstbewusst und ausgeglichen diese sind, dabei  ist „(…) die Fähigkeit, allein zu sein, die Bedingung dafür, in der Lage zu sein, zu lieben.“(Erich Fromm)



Loretta Young,1934 via https://www.vintag.es/


Mittwoch, 10. Juli 2019

Sensible Schönheit



Nach längerer Abwesenheit - das Leben ist allzu turbulent zur Zeit - melde ich mich mit einer Duftvorstellung bei Euch zurück.
Passend zu meinem persönlichen Parfumbedürfnis momentan mag ich Euch den feinen, ruhigen Duft "Desert Gold" von Friedemodin vorstellen.

Credit: Louise


Friedemodin ist ein kleines Nischenparfumlabel, gegründet in London von Nina Friede und Elisabeth Modin, das sich leicht konzeptionell bei seinen Düften vorstellt. Indes funktionieren ihre Düfte auch aus dem Kontext genommen ganz wunderbar und einzeln, jeder für sich erzählt eine Geschichte.

Assoziative Vorgaben in Werbetexten interessieren mich persönlich nicht, ich schnuppere und erfahre den Duft lieber selbst und weiss am liebsten gar nichts von ihm, bevor ich ihn teste. So war es auch bei Desert Gold, den ich in einer kleinen Parfümerie in Berlin-Mitte kennenlernte.

Credit: Louise

Credit: Louise
Credit: Louise