Wenn uns
die Corona-Krise eines beschert hat, dann unzählige Witze über Hamster und
Klopapierkäufe. “Bleib zu Hause, rette Leben” und “flatten the curve”, die Mottos der Stunde haben das gesamte gesellschaftliche Leben lahm gelegt. Kaum eine/r erlebt dies nicht als Grenzerfahrung - allein mit sich selbst –
oder mit Kind und Kegel in den eigenen vier Wänden, wo nebst homeoffice auch
Schulbildung und jegliches Socializing abzulaufen hat.
| Credit: Kangourette |
Nachdem alle brav gelernt haben, wie man sich ordentlich die Hände wäscht – ich hatte ja schon immer die Befürchtung, dass das Vielen nicht ganz geläufig ist - wurden Keller ausgemistet, Serien im Akkord geschaut, Fenster geputzt und erste Versuche in Balkonkonzerten gestartet. Außerdem bezeugt der knallvolle Glascontainer wenige Schritte von unserem Haus entfernt, dass man in der Nachbarschaft Wein und Sekt offenbar gerne und großzügig zuspricht. So weit so gut, aber die Auseinandersetzung mit dem, was sich ”da draußen” tut, bleibt unangenehm, ist dramatisch. Es ist wie ein Dialog im Dunkeln, bei dem man das Gegenüber schmenhaft erahnt, aber nicht vollständig sieht.
Ich ertappe mich derzeit dabei, dass ich an Tagen, an denen ich Parfum auflege besonders gerne zu schmeichelnden, warmen Düften greife. Orientalische oder Gourmand-Noten verleihen wahrscheinlich zusätzlich Geborgenheit in einer Zeit, die ich manchmal als schwer erfassbar empfinde.










